Drittgrößter US-Mobilfunker Sprint wird japanisch

Der drittgrößte amerikanische Mobilfunk-Anbieter Sprint liegt künftig in japanischer Hand. Das Unternehmen Softbank des Milliardärs Masayoshi Son zahlt gut 20 Mrd. Dollar (15,4 Mrd Euro) für einen Anteil von 70 Prozent. Das wird der bisher größte Auslandszukauf eines japanischen Unternehmens. Dabei soll die weltweite Nummer drei der Mobilfunk-Branche nach Umsatz entstehen.

Der amerikanische Mobilfunkmarkt ist hart umkämpft, und Sprint fuhr in den vergangenen Jahren Milliarden-Verluste in Serie ein. An der Börse fand der Softbank-Plan bisher wenig Zuspruch: Die Softbank-Aktie verlor seit Auftauchen der ersten Gerüchte am Donnerstag mehr als ein Fünftel ihres Werts.

Je Sprint-Papier wollen die Japaner 7,30 Dollar zahlen - ein deutlicher Aufpreis auf den Schlusskurs von 5,73 Dollar vom vergangenen Freitag. Vor den ersten Gerüchten über das Interesse von Softbank hing die Sprint-Aktie noch bei etwa fünf Dollar fest.

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