E.ON hebt nach Einigung mit Gazprom Prognose an

Der deutsche Energiekonzern E.ON hat für sein zeitweise defizitäres Gasgeschäft günstigere Preise beim Großlieferanten Gazprom durchgesetzt - und umgehend seine Jahresprognose erhöht. Im ersten Halbjahr verbuche der Versorger aus der Vereinbarung mit den Russen einen positiven Effekt von einer Milliarde Euro, teilte das Unternehmen mit.

Ob auch die eigenen Haushaltskunden von der Einigung profitieren werden, war zunächst unklar. Vorstandschef Johannes Teyssen erwartet im Gesamtjahr einen nachhaltigen Konzernüberschuss von 4,1 bis 4,5 Mrd. Euro. Bisher hatte er lediglich 2,3 bis 2,7 Mrd. Euro angepeilt. Neben dem Atomausstieg war das Gasgeschäft für E.ON einer der großen Belastungsfaktoren. Der Konzern schrieb hier teilweise hohe Verluste. Dies lag daran, dass E.ON Ruhrgas seinem Lieferanten Gazprom in den langfristig festgelegten Verträgen noch hohe Preise zahlen musste, während die eigenen Großkunden wie Stadtwerke nur noch die inzwischen gefallenen Preise berappen wollen.

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