Industrie litt in Eurozone stärker

EU-Industrieproduktion sank im Juli um 0,2 Prozent

Die Industrieproduktion in der EU ist im Juli 2009 gegenüber dem Vormonat Juni um 0,2 Prozent zurückgegangen. In der Eurozone wurde ein Rückgang von 0,3 Prozent verzeichnet, geht aus den Zahlen des europäischen Statistikamts hervor. Im Jahresabstand ist das Absacken aber weiterhin hoch. Vergleichen mit Juli 2008 war die Industrieproduktion um 14,7 Prozent schwächer, in der Eurozone um 15,9.

Von den EU-Ländern, die Daten gemeldet haben, verzeichneten im Monatsabstand Juni/Juli zehn eine ansteigende und neun eine sinkende Industrieproduktion. In Rumänien blieben die Werte unverändert. Die höchsten Anstiege waren in Irland (+8,7 Prozent), Litauen (+3,4) und Dänemark (+3,3) zu beobachten. Die stärksten Rückgänge gab es in Luxemburg (-3,1 Prozent), Finnland (-2,6) und Lettland (-1,4). Aus Österreich lagen keine Zahlen vor.

Im Jahresvergleich sackte die Industrieproduktion in allen EU-Staaten mit Ausnahme Irlands ab. Die stärksten Rückgänge gab es in Estland (-27,9 Prozent), Finnland (-24,2), Slowenien (-20,4) und Luxemburg (-19,9), die niedrigsten Rückgänge verbuchten Rumänien (-4,5), Polen (-4,6), die Niederlande (-8,0) und Portugal (-8,3). Irland konnte dagegen als einziges EU-Land ein Plus von 7,1 Prozent vermelden.