Europas Leitbörsen zu Mittag im roten Bereich

Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Montag im Mittagshandel in einem impulsarmen Umfeld weiter in der Verlustzone präsentiert. Nach der Kursrally der vergangenen Woche würden die Märkte zum Wochenauftakt eine Atempause einlegen, kommentierten Händler. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,47 Prozent auf 2.772,27 Punkte.

Marktteilnehmer verwiesen auf schwache Daten aus China sowie auf Gewinnmitnahmen. Auch die Vorgaben aus Übersee gaben keine einheitliche Richtung vor. Für Interesse könnten am Nachmittag noch die US-Einzelhandelsumsätze für April sowie die Lagerbestände der USA für März sorgen.

Zudem dürfte sich der Blick der Investoren auf das heutige Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel richten. Diese werden über die Bankenkrise in Slowenien beraten. Der slowenische Finanzminister Uros Cufer wird laut Diplomaten das jüngste Sparprogramm seines Landes vorstellen. Ein weiteres Thema ist Griechenland. Da Athen bei der Umsetzung des Hilfsprogramms gute Fortschritte macht, will die Eurogruppe weitere 7,5 Mrd. Euro Kredite freigeben.

Vermehrt waren Banken- und Versicherungswerte im roten Bereich zu finden. Im Euro-Stoxx-50 sackten Banco Santander (minus 2,18 Prozent auf 5,38 Euro), Societe Generale (minus 1,85 Prozent auf 29,51 Euro) und BBVA (minus 2,04 Prozent auf 7,34 Euro) deutlich ab.

Belastet wurde die Branche zudem von den Kursverlusten der Commerzbank. Laut "Handelsblatt" beginnt die staatlich gestützte Bank voraussichtlich am Dienstag oder Mittwoch mit ihrer erwarteten, 2,5 Mrd. Euro schweren Kapitalerhöhung. Commerzbank fielen um 4,88 Prozent auf 9,921 Euro.