Europas Leitbörsen zur Eröffnung uneinheitlich

Die Leitbörsen in Europa haben am Freitag im frühen Handel uneinheitlich tendiert. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel bis 10.30 Uhr um 13,29 Einheiten oder 0,50 Prozent auf 2.620,26 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 7.744,13 Punkten und einem kleinen Plus von 2,43 Einheiten oder 0,03 Prozent.

Händler fürchteten, dass die europäischen Märkte sich der vortägigen Abwärtstendenz der US-Börsen anschließen könnten. Dort ist die Börsenstimmung durch die drohenden Zwangskürzungen namens "Sequester" belastet. In Europa dürfte das aber der besser ausgefallene spanische Einkaufsmanagerindex ausgeglichen haben. Auch die beiden größten Wirtschaftsmächte im Währungsraum, Deutschland und Frankreich, konnten leicht besser abschneiden als in der ersten Schätzung. In Italien trübte sich die Stimmung der Einkaufsmanager aber überraschend ein - und das deutlich.

Nach Sektoren lagen die Konsumgüterhersteller voran, auch Nahrungsmittelaktien waren gefragt. Im Minus notierten hingegen die europäischen Großbanken: Schlusslicht im Euro-Stoxx-50 waren nach eines Analystenkommentars die Aktien von Deutsche Bank (minus 3,11 Prozent) gefolgt von ING mit minus 2,11 Prozent und Unicredit mit minus 1,80 Prozent.

Deutlich nach unten ist es im Frühhandel für die Aktien des belgischen Telekom-Konzerns Belgacom gegangen. Das Unternehmen verfehlte mit ihrem Ausblick für 2013 die Markterwartungen. Die Papiere verloren um satte 6,35 Prozent auf 20,05 Euro.