Semperit

Ab 2011

Ex-RHI-Boss Fahnemann zu Semperit

Vorläufig wird er Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Zellner.

Die Semperit AG Holding, Hersteller von Kunststoff-und Kautschuk-Produkten, hat am Donnerstag mit Thomas Fahnemann einen neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bekommen: Der frühere Vorstandsvorsitzende von RHI und Lenzing, Thomas Fahnemann (49), wurde vom Aufsichsrat einstimmig per 1. Dezember vom Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Rainer Zellner (63) bestellt.

Fahnemann soll "nach  einer angemessenen Übergangszeit anlässlich der Hauptversammlung  im  April  2011  den Vorstandsvorsitz von Rainer Zellner übernehmen", heißt es in einer Ad hoc-Mitteilung von Semperit am Donnerstagabend.

Top-Manager
Fahnemann war 2003 zum Vorstandsvorsitzenden der Lenzing AG bestellt worden. Während seiner Zeit an der Spitze der oberösterreichischen Firma internationalisierte sich der Faserproduzent u. a. durch neue Standorte in Asien. 2004 gelang Lenzing die Übernahme des großen Mitbewerbers Tencel, der in den USA und Großbritannien Lyocell-Großanlagen betrieb.

Zu Beginn 2009 wechselte Fahnemann überraschend an die Spitze des Feuerfestproduzenten RHI, wo er freilich nicht lange blieb: Schon im August 2010 nahm er bei RHI wieder seinen Hut, angeblich aufgrund von Differenzen, die er mit RHI-Kernaktionär Martin Schlaff über die Wachstumsstrategie gehabt haben soll.

Internationale Erfahrung
Semperit-Aufsichtsratsvorsitzender Veit Sorger begründete die Wahl Fahnemanns am Donnerstag mit dessen "breiter, internationaler Industrieerfahrung und Kenntnis der Märkte". Auch Langzeit-CEO Rainer Zellner, der Semperit in den Achtzigerjahren saniert hatte,  begrüßte das Engagement.

Mit der Wahl Fahnemanns "ist gesichert, dass die Erfolgsgeschichte, die Rainer Zellner bei der Semperit geschrieben hat, eine Fortsetzung findet", erklärte Michael Junghans vom Kernaktionär B & C Industrieholding. Der der UniCredit/Bank Austria nahestehenden Gruppe gehört auch die Lenzing.