EZB - Kredite an Privatsektor legen nicht mehr so stark zu

Die Banken in der Eurozone haben im Juli weniger Kredite an Unternehmen und private Haushalte vergeben als erwartet. Die Summe stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 2,4 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Freitag mitteilte. Im Juni hatte es noch ein Plus von 2,5 Prozent gegeben. Analysten hatten für Juli ebenfalls mit einer Zunahme um 2,5 Prozent gerechnet .

Die für die Zinspolitik der EZB wichtige Geldmenge M3 erhöhte sich um 2,0 Prozent und damit etwas stärker als im Vormonat mit revidiert 1,9 Prozent. Im gleitenden Dreimonatsdurchschnitt (Mai bis Juli) erhöhte sich M3 um 2,1 Prozent. M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit.