EZB reduziert Staatsanleihenkäufe weiter

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Käufe am europäischen Staatsanleihemarkt abermals reduziert. Nach 3,8 Milliarden Euro in der Vorwoche lag der Wert in der abgelaufenen Woche bei rund 2,3 Milliarden Euro, wie die EZB am Montag mitteilte. Vor drei Wochen hatte die Notenbank Staatstitel für 3,95 Milliarden Euro gekauft.

Die EZB hatte das Aufkaufprogramm für Staatsanleihen kriselnder Euro-Staaten Anfang August reaktiviert, weil erhebliche Verspannungen an den Anleihemärkten die Refinanzierung insbesondere für Italien und Spanien deutlich verteuert hatten. Die Anleihekäufe sind umstritten, auch innerhalb des EZB-Rates.

Die aktuelle Statistik der Notenbank umfasst möglicherweise nicht alle Anleihenkäufe der EZB in der vergangenen Woche. In der Statistik sind lediglich Käufe enthalten, die bis vergangenen Freitag vollständig abgewickelt wurden. Für gewöhnlich liegen zwischen Kauf und Abwicklung mindestens zwei Handelstage.