EZB soll Länderrating für Euro-Staaten aufbauen

Die Regierungen der Euro-Zone wollen einem "Handelsblatt"-Bericht zufolge die Dominanz der internationalen Ratingagenturen brechen. Unter Berufung auf Kreise der EU-Finanzminister hieß es, dass die EZB ein eigenes Länderrating für die Euro-Staaten aufbauen soll, um sich nicht mehr auf die Bonitätsprüfung von Moody's, Standard & Poor's und Fitch verlassen zu müssen.

"Die Agenturen haben sich im Fall Lehman total geirrt. Wer sagt uns, dass sie es nicht wieder tun?" zitierte das Blatt Ecofin-Kreise. In der EZB solle dieser Ansatz auf viel Zustimmung stoßen. Der Unmut in der Zentralbank sei groß, dass das Schicksal Griechenlands mittlerweile in der Hand einer einzigen Ratingagentur, nämlich Moody's, liege, zitiert die Zeitung Notenbankkreise. Die EZB selbst wollte dem Bericht zufolge dazu nicht Stellung nehmen.