Facebook führt mit Zynga nun offene Beziehung

Nach Jahren enger Partnerschaft führen die Internetkonzerne Facebook und Zynga künftig nur noch eine lockere Beziehung. Sie vereinbarten weitreichende Änderungen in ihrem Bündnis, die beiden größere Freiheiten erlauben. Unklar ist, ob der Spieleentwickler Zynga als deutlich schwächerer Partner davon auch Vorteile hat oder für seine größere Eigenständigkeit bluten muss.

Während Anleger sich fluchtartig von Zynga-Aktien trennten, verwiesen Analysten auf neue Chancen für das Unternehmen. Die in der Nacht zum Freitag bekanntgegebenen Änderungen in der Beziehung laufen darauf hinaus, dass Zynga nicht mehr der privilegierte Partner für den Betreiber des weltgrößten sozialen Netzwerks ist. Zwar bleiben Spiele wie "FarmVille" und "Mafia Wars" auf Facebook erhältlich. Zynga darf dort aber künftig keine Werbung mehr für die eigene Spiele-Plattform machen. Umgekehrt erhält Zynga mehr Möglichkeiten im Betrieb der eigenen Website und ist dort nicht mehr zwingend ans Facebook-Bezahlsystem gebunden.