Fed-Chef Bernanke schließt zusätzliche Anleihekäufe nicht aus

Die amerikanische Notenbank könnte vor einer dritten Runde massiver Anleihekäufen stehen: Die Kosten unkonventioneller Maßnahmen seien handhabbar, sagte Fed-Chef Ben Bernanke am Freitag auf der Notenbank-Konferenz. Dies impliziere, dass die Verwendung derartiger Instrumente nicht ausgeschlossen werden sollte.

Dennoch vermied es Bernanke, sich auf konkrete Schritte festzulegen. Die Rede Bernankes wurde mit Spannung erwartet, da er an gleicher Stelle vor zwei Jahren - wenn auch sehr vage - den Weg für zusätzliche Anleihekäufe durch die Fed (QE2) geebnet hatte.

In seiner Rede auf der Konferenz der Federal Reserve in Jackson Hole beklagte er, dass das Wachstum nicht zum wirksamen Abbau der hohen Arbeitslosigkeit ausreiche. "Es ist aber nötig, dass wir weitere Fortschritte erreichen, besonders am Arbeitsmarkt." Die Fed werde daher "bei Bedarf" zusätzliche Konjunkturstützen liefern. Bernanke signalisierte allerdings nicht, ob diese Hilfe unmittelbar bevorsteht.