Börse

Nikkei-Index legt zu

Börse Tokio schließt befestigt

Japans Handelsminus auf Rekordhoch - Yen-Kurs stützt Exportwerte.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag mit festeren Notierungen geschlossen. Der Nikkei-225 Index legte 133,88 Punkte oder 1,28 Prozent auf 10.620,87 Zähler zu. Der Topix Index schloss mit 897,62 Einheiten und einem Aufschlag von 9,83 Punkten oder 1,11 Prozent. 782 Kursgewinnern standen 276 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 102 Titel. Gestützt wurden die Indizes dabei von der fortgesetzten Erholung der chinesischen Wirtschaft.

   Denn Chinas Industrie ist im Jänner so stark gewachsen wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC stieg auf 51,9 Punkte nach 51,5 Zählern im Dezember. Damit lag das Barometer den dritten Monat in Folge über der Schwelle von 50 Punkten, ab der Wachstum angezeigt wird. Einen so hohen Stand hatte der Index das letzte Mal im Jänner 2011 erreicht.

   Weniger erfreuliche Neuigkeiten für die Tokioter Börse kamen aus der Heimat: Steigende Treibstoffimporte und sinkende Exporte haben das japanische Handelsbilanzdefizit im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 6,93 Bio. Yen anschwellen lassen. Das bedeutet eine Steigerung von 170 Prozent gegenüber 2011.

   Im Nikkei-225 konnten vor allem Exportwerte von dem gegen den US-Dollar abgeschwächten Yen-Kurs profitieren: So zogen Mazda um gute neun Prozent auf 228,00 Yen an, Toyota drehten nach anfänglichen Verlusten ins Plus und gingen um 2,17 Prozent höher bei 4.245,00 Yen aus dem Handel und die Papiere des Elektrokonzerns Toshiba verteuerten sich um 4,11 Prozent auf 380,00 Yen.

   Deutliche Verluste setzte es im Topix-Index hingegen für den Apple-Zulieferer Ibiden. Nachdem der iPhone-Hersteller das schwächste Umsatzwachstum seit 2009 vermeldete, verloren die Topix-Papiere 4,66 Prozent auf 1.248,00 Yen. Zudem lagen Energiewerte im Nikkei-225 in der Verlustzone, Kansai Electric Power waren mit einem Abschlag von 4,35 Prozent auf 836,00 Yen größter Tagesverlierer.