Börse Tokio schließt etwas leichter

Nikkei 225

Börse Tokio schließt etwas leichter

Toshiba nach angekündigter US-Bilanzprüfung minus 8%.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Donnerstag etwas leichter geschlossen und sich somit seinen dritten Tagesverlust in Folge eingehandelt. Der Nikkei-225 Index schloss mit minus 38,07 Punkten oder 0,22 Prozent bei 16.936,38 Zählern. Der Topix Index fiel um 1,53 Punkte oder 0,11 Prozent auf 1.358,97 Einheiten. 867 Kursgewinnern standen 909 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 157 Titel.

Den Hauptgrund für den dritten Tokioter Tagesverlust in Folge fanden Marktteilnehmer im Wechselkurs des japanischen Yen zum US-Dollar. Nachdem die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Rahmen ihrer Zinssitzung bekannt gegeben hatte, dass sie das Tempo ihrer Zinswende bremst, war der Dollar von rund 113,7 Yen auf unter 111,8 Yen gerutscht. "Das Statement der Fed war geldpolitisch weitaus lockerer, als erwartet", kommentierte ein Händler auf dem Finanznachrichtensender CNBC.

Der üblen Nachrichten für die Exportwerte an der Tokioter Börse nicht genug, wurde bekannt, dass die japanischen Exporte im Februar das fünfte Monat in Folge zurückgingen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Ausfuhren um 4,0 Prozent und damit etwas stärker als von Experten erwartet. Im Jänner waren die Exporte noch um 12,9 Prozent eingebrochen.

Größter Verlierer in Tokio waren die Aktien von Toshiba, die um knapp acht Prozent einknickten. Dem japanischen Elektronik-Konzern drohen in seinem Bilanzskandal einem Medienbericht zufolge nun auch Probleme in den USA. Die Agentur Bloomberg berichtete am Donnerstag, auch die US-Aufsichtsbehörden würden sich die Bilanzen im Zusammenhang mit Toshibas Atomkraftwerksparte Westinghouse ansehen. Börsenaufsicht und Justizministerium würden der Frage nachgehen, ob dort Betrug vorliege, berichtete die Agentur unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Zwar hätten die japanischen Behörden schon bei dem Thema ermittelt. Da Westinghouse seinen Sitz aber in den USA habe, würden auch die US-Behörden aktiv.

Unterdessen verkauft Toshiba seine Medizintechnik-Sparte an den Konkurrenten Canon für umgerechnet 5,3 Mrd. Euro. Von dem Kaufpreis von 665,5 Mrd. Yen verbuche Toshiba im Geschäftsjahr 2016 einen Buchgewinn von 590 Mrd. Yen, teilte das Unternehmen heute, Donnerstag, mit. Canon-Aktien verbilligten sich infolge um 1,40 Prozent.