Boerse Tokio Nikkei

Nikkei 225

Börse Tokio schließt etwas tiefer

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Stärkeres Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal als bisher angenommen.

Die Börse in Tokio hat am Donnerstag leichte Kursverluste verzeichnet. Im Mittelpunkt standen Daten zum Wirtschaftswachstum sowie Nintendos Ankündigung, künftig mit einem Spiel auf dem iPhone vertreten zu sein.

Der Nikkei-225 Index fiel um 53,67 Punkte oder 0,32 Prozent auf 16.958,77 Zähler. Der Topix Index verlor 3,58 Punkte oder 0,27 Prozent auf 1.345,95 Einheiten. 858 Kursgewinnern standen 920 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 189 Titel.

Die japanische Wirtschaft ist zwischen April und Juni schneller gewachsen als zunächst angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zog auf das Jahr hochgerechnet um 0,7 Prozent an, wie nun veröffentlichte endgültige Daten zeigten. Ursprünglich war man lediglich von einem Plus von 0,2 Prozent ausgegangen.

Für Ministerpräsident Shinzo Abe und die japanische Notenbank dürfte dies eine gute Nachricht sein. Die Geldpolitik bleibt aber weiter im Blickfeld der Anleger. Der Yen hat im Tagesverlauf gegenüber dem US-Dollar aufgewertet und hielt seine Gewinne auch nach der Rede eines hochrangigen japanischen Notenbankers. Hiroshi Nakaso, einer der stellvertretenden Gouverneure der Zentralbank, sagte, die Währungshüter würden sich genau ansehen, ob Änderungen den aktuellen geldpolitischen Stützungsmaßnahmen notwendig seien.

Bei den Einzelwerten sprangen Nintendo-Aktien um über 13 Prozent nach oben. Der Spielehersteller wagt nach jahrelangem Zögern den Schritt in die Smartphone-Welt. Mit "Super Mario Run" für das iPhone wird man ab Dezember erstmals mit einer der beliebten Figuren der japanischen Traditionsfirma auf einem Smartphone statt einer Nintendo-Konsole spielen können. "Mario"-Erfinder Shigeru Miyamoto hatte persönlich am Vorabend bei Apples iPhone-Präsentation in San Francisco angekündigt. Zudem wurde bekannt, das weltweit beliebte Handyspiel Pokemon Go werde es noch diesen Monat für die Apple Watch Series 2Smart geben.

Neuigkeiten gab es außerdem bei Sony. Das Unternehmen will seine Vormachtstellung bei Spielekonsolen mit zwei neuen Versionen der Playstation 4 festigen. Mit der "PS4 Pro" präsentierte Sony am Vorabend im Playstation Theater am New Yorker Times Square einerseits ein leistungsstärkeres Highend-Upgrade, das sich an eingefleischte Gaming-Fans richtet. Andererseits wurde mit der "PS4 Slim" eine abgespeckte und energieeffizientere Variante gezeigt, die neue Kundengruppen ansprechen soll.
 

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