Nikkei Börse Tokio

Nikkei 225

Börse Tokio schließt klar im roten Bereich

Trumps Einwanderungspolitik verunsichert Anleger.

Der Tokioter Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag klar im roten Bereich beendet. Die Einwanderungspolitik des neuen US-Präsidenten Donald Trump hatte für Verunsicherung unter den Anlegern und damit für Abschläge an den Börsen gesorgt. Die japanische Notenbank hat indessen an ihrer Geldpolitik nichts verändert.

Der Nikkei-225 Index schloss mit minus 327,51 Punkten oder 1,69 Prozent bei 19.041,34 Zählern. Der Topix Index verlor klare 22,10 Punkte oder 1,43 Prozent auf 1.521,67 Einheiten. 374 Kursgewinnern standen 1.505 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 88 Titel.

US-Präsident Donald Trump hatte vor dem Wochenende einen 90-tägigen Einreisestopp für Menschen aus den mehrheitlich muslimischen Ländern Iran, Irak, Sudan, Somalia, Libyen und dem Jemen verfügt und die Anleger damit klar verunsichert. Flüchtlinge aus aller Welt sind für 120 Tage ausgesperrt, jene aus Syrien sogar auf unbestimmte Zeit.

Hatten sie im November und Dezember noch seine wirtschaftspolitischen Pläne mit einer Kursrally gefeiert, so zeigen sich die Investoren nun ob seiner protektionistischen Tendenzen wenig begeistert, hieß es aus dem Handel. "Offenbar findet derzeit eine Art Neubewertung im Zusammenhang mit Trump statt," schreiben die Analysten der Helaba.

Indessen hält die japanische Notenbank an ihrer Politik des lockeren Geldes fest. Der Strafzins für Einlagen von Finanzinstituten bleibt erwartungsgemäß bei minus 0,1 Prozent. Er soll helfen, die Kreditvergabe anzukurbeln und so für Preisauftrieb zu sorgen.

Vor diesem Hintergrund hat der Yen merklich Terrain zugelegt und Exportwerte damit unter Druck gesetzt. Unter anderem waren Toyota (minus 1,80 Prozent), Honda (minus 2,81 Prozent) und Sony (minus 2,26 Prozent) auf der Liste der Kursverlierer zu finden.

Im Vorfeld der heutigen Zahlenpräsentation verloren auch Nintendo klare 1,89 Prozent. Wie das Unternehmen nach dem japanischen Börsenschluss bekanntgab, hat sich der Gewinn des Spiele-Spezialisten im Weihnachtsgeschäft mehr als verdoppelt. Unterm Strich verdiente Nintendo im dritten Geschäftsquartal 64,67 Mrd. Yen (gut 531 Mio. Euro). Der Umsatz sank unterdessen um ein Fünftel auf gut 174 Mrd. Yen.

Die Aktien von NEC brachen indessen um 17,41 Prozent ein. Das Kommunikationstechnologie-Unternehmen hat zuvor seinen Gewinnausblick für das im März endende Geschäftsjahr massiv gekappt, hieß es aus dem Markt.