Nikkei verliert sechs Prozent

Schwachen Daten

Börse Tokio schließt leichter

Nikkei-Index verlor 180,45 Punkte oder 0,95% auf 18.790,55 Zähler.

Die Börse in Tokio hat am Montag in Folge negativer Vorgaben der Wall Street und schwacher Wachstumsdaten für die japanische Wirtschaft nachgegeben. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gab um 180,45 Punkte oder 0,95 Prozent auf den Stand von 18.790,55 Zählern nach. Der breit gefasste Topix büßte um 9,08 Punkte oder 0,59 Prozent auf 1.531,76 Punkte ein.

Neue Wirtschaftsdaten haben Japans Börsen belastet. Von einer nachhaltigen Erholung ist Japan weit entfernt. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs um eine hochgerechnete Jahresrate von 1,5 Prozent. Zunächst hatten die amtlichen Statistiker ein Plus von 2,2 Prozent berechnet. Schon die vorläufigen Wachstumszahlen hatten Ökonomen enttäuscht. Diese hatten eigentlich einen Zuwachs von etwa 3,6 Prozent erwartet.

Die Regierung zeigte sich am Montag jedoch weiter zuversichtlich. Es war das erste Mal seit drei Quartalen, dass sie wieder zulegte. Zum Vorquartal wuchs die Wirtschaft um 0,4 Prozent statt um 0,6 Prozent. Die Daten zeigen nach Ansicht von Analysten, wie schwierig es für Abe ist, Japan aus der 20-jährigen Stagnation herauszuholen. Positiv werteten Analysten, dass Japans Exporte im Schlussquartal 2014 deutlich um 2,8 Prozent anzogen und damit noch etwas stärker als die zunächst berechneten 2,7 Prozent.

Bei den Einzelwerten fielen Mitsubishi Estate zwei Prozent. Nach einer Abstufung von "underperform" auf "neutral" von Mizuho Financial, fielen NTT Docomo um 1,5 Prozent.

Exporteure profitieren vom schwachen Yen. So konnten die Aktien von Makita 0,7 Prozent zulegen. Auch Japan Display gewannen 1,1 Prozent. Der Konzern gab bekannt eine Fabrik zur Herstellung von LCD-Panels zu bauen.