Nikkei Börse Tokio

Nach drei Verlusttagen

Börse Tokio schließt wieder fester

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Nikkei-Index stieg 62,60 Punkte oder 0,67 Prozent auf 9.442,95 Zähler.

Der Tokioter Aktienmarkt hat am Dienstag den Handel mit festeren Notierungen beendet. Der Nikkei-225 Index stieg 62,60 Punkte oder 0,67 Prozent auf 9.442,95 Zähler. Der Topix Index schloss mit 813,76 Einheiten und einem Aufschlag von 5,77 Punkten oder 0,71 Prozent. Der Umsatz belief sich auf rund 1.111,49 (Vortag: 1.112,43) Mio. Aktien. 1.085 Kursgewinnern standen 406 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 180 Titel.

Schnäppchenkäufer und die Eindeckung von Leerverkaufspositionen haben am Dienstag die dreitägige Verlustserie am japanischen Aktienmarkt beendet. Von Börsianern hieß es, Hedge-Fonds seien in den Markt zurückgekehrt, nachdem sie am Montag noch in erheblichem Umfang Aktienbestände abgestoßen hätten. Zudem hätten auch ausländische Anleger die günstigen Bewertungen genutzt. Zudem sorgten Tepco und Automobilwerte für Auftrieb.

An der Konjunkturdatenfront ist der Sammelindex der Frühindikatoren im April erneut deutlich gesunken. Im Monatsvergleich ist der Indikator um 3,7 gefallen. Belastet wurde der Indikator vor allem durch die Folgen der schweren Natur- und Atomkatastrophe. Der Sammelindex setzt sich aus einer Reihe einzelner Konjunkturindikatoren zusammen. Dazu gehören unter anderem die Zahl der offenen Stellen am Arbeitsmarkt und das Verbrauchervertrauen. Der stark beachtete gleichlaufende Indikator, der die aktuelle Wirtschaftslage widerspiegelt, erholte sich hingegen etwas und stieg um 0,3 Punkte.

Tokio Electric Power Co., bekannt unter Tepco, hat einen Teil seines gestrigen Rekordverlustes von minus 28 Prozent wettgemacht und schloss mit einem Plus von 4,35 Prozent bei 216 Yen. Begünstigt wurde dieses Kursplus von der Regierung, die sich deutlich gegen die Liquidation des AKW-Betreibers aussprach. Die Opfer des Desasters, die einen Entschädigungsanspruch haben, sollen dadurch geschützt werden. Diese Nachricht sorgte auch bei diversen Energietiteln für positive Impulse. So gingen Chubu Electric Power mit einem Plus von 1,95 Prozent bei 1.152 Yen aus dem Handel und Kansai Electric Power notierten zu Handelsschluss mit einem Plus von 2,00 Prozent bei 1.226 Yen.

Toyota Motor verteuerten sich in Tokio um 2,18 Prozent auf 3.285 Yen. Der weltgrößte Autobauer will seine Produktion von Hybrid-Autos von 3.000 auf 5.000 erhöhen. Nissan Motor legten 1,96 Prozent auf 782 Yen zu und Mazda Motor erhöhten sich um 1,02 Prozent auf 198 Yen. Einem Marktteilnehmer zufolge würde sich die Produktion allmählich wieder normalisieren. Zudem werden demnächst die Jahresprognosen der Automobilhersteller erwartet.

Anteilsscheine von Sony konnten sich auch am heutigen Börsentag nicht von ihren Verlusten erholen und schlossen mit einem Minus von 1,50 Prozent bei 2.031 Yen. Nach der wochenlangen Aufregung um Hacker-Attacken, konnte Sony auch nicht mit neuen Geräten für positive Schlagzeilen sorgen. Der japanische Konzern stellte die mobile Spielkonsole Vita vor, die die heutige PSP ablösen soll. Brisant angesichts der Sicherheitsprobleme ist, dass die Vita noch stärker als bisher auf das vernetzte Spielen setzt. Das Management entschuldigte sich erneut für die Sicherheitsprobleme, die zu einem massiven Diebstahl von Kundendaten beim Playstation Network geführt hatten und den Dienst mehr als einen Monat offline hielten.

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