Dow Jones verliert 0,20 Prozent

US-Börsen

Dow Jones verliert 0,20 Prozent

Sorgen um eine Drosselung der ultralockeren US-Geldpolitik belasten.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Freitag mit etwas leichteren Kursen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index gab 30,72 Punkte oder 0,20 Prozent auf 15.081,47 Einheiten ab, nachdem er am Vortag bereits mit dem größten Tagesverlust seit Mitte Juni geschlossen hatte. Damit verbuchte er ein Wochenminus von mehr als zwei Prozent und absolvierte die bisher schwächste Börsenwoche im laufenden Jahr.

Grund für die jüngste Skepsis der Anleger sind die Sorgen um eine Drosselung der ultralockeren US-Geldpolitik. Der S&P-500 Index fiel 5,49 Punkte oder 0,33 Prozent auf 1.655,83 Zähler. Der Nasdaq Composite Index ermäßigte sich leicht um 3,34 Einheiten oder 0,09 Prozent auf 3.602,78 Zähler.

Von Konjunkturseite gab es gemischte Signale. Die Baubeginne und Baugenehmigungen waren im Juli etwas weniger stark als erwartet gestiegen. Zudem hatte sich das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher in die Wirtschaftsentwicklung im August von hohem Niveau aus eingetrübt. Die Produktivität der Unternehmen in den USA hingegen hatte im zweiten Quartal überraschend deutlich angezogen.

Auf Unternehmensseite schlossen die Papiere von Dell mit einem Plus von 0,84 Prozent. Der Computerhersteller hatte am Vorabend nachbörslich seine Zahlen für das zweite Geschäftsquartal bekannt gegeben. Im Berichtszeitraum war der Ertrag eingebrochen. Der Gewinn je Aktie indes lag im Rahmen der Erwartungen.

Die Aktien von Alcoa fielen um 0,49 Prozent. Die Analysten der Bank of America hatten die Papiere von „neutral“ auf „underperform“ abgestuft. Die Experten begründeten dies mit ihren reduzierten Prognosen für den Aluminiumpreis.

Im Dow Jones gaben zudemCisco Systems 0,88 Prozent ab. Am Vortag sackten die Papiere bereits um mehr als sieben Prozent ab, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, etwa 4.000 Jobs streichen zu wollen. Zuvor hatte der Netzwerkausrüster noch einen Gewinnsprung um 18 Prozent vermeldet.

Der Chiphersteller Applied Materials hatte mit seiner Erlösprognose für das letzte Quartal im Fiskaljahr enttäuscht. Analyst Angelo Zino von S&P Capital meinte jedoch, dass die Aufträge im dritten Geschäftsviertel ihren Tiefpunkt erreicht haben dürften. In Zukunft dürfte die Nachfrage wieder steigen, zum Beispiel von Kunden aus der Speicherchipindustrie. Die Titel stiegen um 1,92 Prozent.

In den hinteren Reihen schnellten die Titel von Aspen Technology um 7,86 Prozent nach oben. Der Softwarehersteller hatte überraschend guten Zahlen vorgelegt.