Wall Street

Fed-Protokoll belastet

Dow Jones verliert knapp ein Prozent

Nach Ausbleiben von Fed-Geldschwemme Bankwerte schwach.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch mit schwächeren Kursen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index fiel 124,80 Punkte oder 0,95 Prozent auf 13.074,75 Einheiten. Der S&P-500 Index verlor 14,35 Punkte (minus 1,02 Prozent) auf 1.398,96 Zähler. Der Nasdaq Composite Index schwächte sich um 45,48 Einheiten oder 1,46 Prozent auf 3.068,09 Zähler ab.

   Nach dem Ausbleiben einer neuerlichen Geldschwemme durch die US-Notenbank Fed präsentierten sich, ähnlich dem internationalen Umfeld, die US-Börsen weiter belastet. Im Zuge der Enthaltsamkeit der Notenbanker setzte es vor allem für Bankenwerte Verluste: Citigroup notierten mit 3,66 Prozent bei 35,04 Dollar am unteren Ende des Index, auch Bank of America verloren 3,06 Prozent auf 9,20 Dollar.

   Auch JP Morgan schwächten sich um 2,22 Prozent auf 44,41 Dollar ab. Fast vier Jahre nach der spektakulären Pleite von Lehman Brothers muss sich JP Morgan wegen seiner damaligen Geschäfte mit der Investmentbank verantworten. Die führende US-Bank büßt mit 20 Mio. Dollar, weil sie nach Ansicht der US-Finanzaufsicht CFTC dem Wettbewerber mehr seiner gefährlichen Deals ermöglicht hat als sie gedurft hätte.

   Der neue Chef des Internet-Konzerns Yahoo will mit massiven Stellenstreichungen den angeschlagenen Internet-Pionier wieder an die Spitze bringen. CEO Scott Thompson kündigte den Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen - etwa 15 Prozent der Belegschaft - an, damit der US-Konzern "kleiner, wendiger, profitabler" werden könne. Durch den Schritt soll Yahoo 375 Mio. Dollar pro Jahr einsparen. Yahoo legten 0,59 Prozent auf 15,27 Dollar.

   Der weltgrößte Agrar- und Biotechnikkonzern Monsanto hob nach einem starken zweiten Geschäftsquartal seine Erwartungen für das Gesamtjahr und rechnet nun mit einem höheren Gewinn. Vor allem die Nachfrage aus den USA und Lateinamerika sei zuletzt hoch gewesen, erklärte Firmenchef Hugh Grant. Von Dezember bis Februar stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 4,7 Mrd. Dollar. Der Gewinn verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf unterm Strich 1,2 Mrd. Dollar. Monsanto verloren 1,49 Prozent auf 80,58 Dollar.

   Der US-Speicherchiphersteller SanDisk leidet unter schwacher Nachfrage und sinkenden Preisen. Im ersten Quartal werde der Umsatz deswegen hinter den eigenen Zielen zurückbleiben, teilte das Unternehmen am Dienstag nach Börsenschluss mit. SanDisk erwartet nun nur noch Erlöse von rund 1,2 Mrd. Dollar anstatt zuvor rund 1,35 Mrd. Dollar angepeilt. Analysten hatten mit 1,34 Mrd. Dollar gerechnet, SanDisk rutschten infolge mit einem Minus von 11,07 Prozent auf 44,51 Dollar ab.