EZB-Rat hält aktuelles Zinsniveau für angemessen

Euro tendiert im frühen Handel etwas fester

Der Euro zeigte sich am Mittwoch in der Früh im europäischen Devisenhandel etwas fester gegenüber dem US-Dollar-Richtkurs der EZB vom Dienstag und ebenfalls etwas höher gegenüber dem späten Devisengeschäft in New York. Auch gegenüber dem Pfund und dem Yen zeigte sich der Euro mit Gewinnen. Gegenüber dem Franken zeigte er sich hingegen kaum verändert.

Laut Marktteilnehmern wirke die erfolgreiche Auktion griechischer Staatsanleihen nach. Es machten aber Gerüchte die Runde, dass es bei der Marke von 1,3680 US-Dollar größere Verkaufsorders gebe, so ein Händler. Falls der Euro unter die Marke von 1,3600 US-Dollar rutsche, dürfte der Verkaufsdruck auf den Euro noch zunehmen. Auch die Nachricht, wonach einige deutsche Juristen die Hilfe für Griechenland anfechten wollen, begrenze die Aufwärtsbewegung des Euro, so der Händler weiter.

Um 9 Uhr hielt der US-Dollar gegen den Euro bei 1,3639 nach 1,3583 USD beim Richtkurs vom Dienstag. In New York war der Euro gegen den US-Dollar zuletzt mit 1,3589 USD aus dem Handel gegangen.

Das britische Pfund notierte gegen den Euro um 9.00 Uhr mit 0,8849 gegenüber 0,8812 GBP zum Euro-Richtkurs am Dienstag. Der Schweizer Franken hielt gegen den Euro bei 1,4357 (1,4370) CHF, der japanische Yen bei 127,36 (126,34) JPY gegen den Euro. Die tschechische Krone notierte in der Früh bei 25,072 (25,155) CZK je Euro.

Ein Euro ist ... (Veränderungen in Prozent)

Bulgarischer Lew 1,9557 + 0,01
Tschechische Krone 25,0610 - 0,18
Ungarischer Forint 263,0500 - 0,78
Polnischer Zloty 3,8735 + 0,08
Rumänischer Lei 4,1424 + 0,17
Kroatische Kuna 7,2595 - 0,08
Ukrainische Gwina 10,7710 - 0,32
Estnische Krone 15,6468 + 0,00
Russischer Rubel 39,6127 + 0,26

Singapur-Dollar 1,8775 - 0,97
Südkorea-Won 1516,9430 - 0,75
Taiwan-Dollar 42,8496 - 0,29
Hongkong-Dollar 10,5756 + 0,09
Thailand-Baht 43,9600 - 0,16
Malaysia-Ringgit 4,3929 - 0,01
Indones. Rupie 12277,2300 - 0,17
Neuseel. Dollar 1,9167 + 0,54
Indische Rupie 60,3060 - 0,61
Philipp. Peso 60,6671 - 0,43
Austral. Dollar 1,4639 - 0,47
Chinesicher Yuan 9,3029 + 0,32

GRIECHENLAND BOND AUKTION ÜBERZEUGT NICHT

[aus dem Morning Mail der Investkredit.] Eine mit Skepsis aufgenommene Auktion griechischer Staatsanleihen hat den Euro am Dienstag leicht belastet. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,3569 Dollar und war damit etwas billiger als im späten Geschäft am Montag. Gestützt wurde der Euro Händler zufolge zwischenzeitlich von Positionierungen am Optionsmarkt, so dass er zeitweise über der Marke von 1,36 Dollar gehandelt wurde.

Für Skepsis sorgte Händlern zufolge insbesondere die Höhe der Zinsen für die versteigerten Griechenland-Anleihen, was als Zeichen des Misstrauens gewertet wurde. Das hochverschuldete südeuropäische Land zahlt für eine Anleihen mit zwölf Monaten Laufzeit 4,85 %, für ein Papier mit halbjährlicher Laufzeit 4,55 % Zinsen. Die Sätze liegen damit knapp unter den fünf Prozent, die für Hilfskredite der EU und des IWF fällig würden. Mit dem hohen Kupon bei den neuen Anleihen und der Aussicht, dass die EU und der IWF im Notfall dem finanziell klammen Griechenland beispringen, erklärten Händler die starke Nachfrage. Die griechische Schuldenagentur PDMA hatte das gesamte Zuteilungsvolumen um 360 Mio. auf 1,56 Mrd. Euro aufgestockt. Die Sechs-Monats-Anleihe war 7,7-fach überzeichnet.

Der von Investoren verlangte Risikoaufschlag für zehnjährige griechische Staatsanleihen gegenüber der Bundesanleihe mit gleicher Laufzeit ging zwischenzeitlich zurück, lag am Nachmittag allerdings nahezu unverändert bei rund 350 Basispunkten. Damit rentieren die Papiere des hoch verschuldeten südeuropäischen Landes mit rund 6,5 %. Die anhaltende Unsicherheit ließ Investoren bei deutschen Staatsanleihen zugreifen. Der Bund-Future stieg um 40 Ticks auf 123,07 Zähler, die Rendite der dem Terminkontrakt zugrundeliegenden zehnjährigen Bundesanleihe sank auf 3,140 %.

Indikatoren des Tages: EZ Industrieproduktion, Verbraucherpreise, US Verbraucherpreise, Realeinkommen, Einzelhandelsumsatz, Lagerbestände