Europas Börsen dank Vorgaben und Apple mit Gewinnen erwartet

Dank freundlicher Vorgaben wird der europäische Aktienmarkt am Mittwoch moderat im Plus erwartet. Gegen 8.10 Uhr stand der Future auf den EuroStoxx 50 0,34 Prozent höher als zum Vortagsschluss. Für den Londoner Leitindex FTSE 100 erwartet IG Index einen um 0,16 Prozent höheren Handelsstart. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax stand kurz nach 8.00 Uhr bei 6.285 Punkten und damit 0,33 Prozent höher als zum Xetra-Schluss am Vortag.

Laut Händlern werden gute Zahlen von Apple dem Markt weitere Rückendeckung geben. Das Augenmerk der Börsianer dürfte auf den USA liegen, wo am späten Mittag unter anderem Boeing und Morgan Stanley Zahlen vorlegen. Auch in Europa stehen Unternehmensbilanzen auf der Agenda.

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen konnte im ersten Quartal seinen Umsatz um mehr als ein Viertel steigern und übertraf damit die Markterwartungen. Eine Dividende für das vergangene Jahr soll es aber nicht geben. BHP Billiton berichtete für das dritte Geschäftsquartal einen elfprozentigen Anstieg der Eisenerzförderung. Damit blieb der australisch-britische Rohstoffkonzern aber deutlich hinter der jüngsten Entwicklung beim Konkurrenten Rio Tinto zurück und enttäuschte auch die Erwartungen einiger Börsianer. Die Kupferproduktion von BHP ging um 19 Prozent zurück.

Solange der Luftraum noch nicht wieder vollständig frei gegeben ist, könnten die Aktien der beiden deutschen Fluggesellschaften Lufthansa und Air Berlin sowie des Flughafenbetreibers Fraport weiter beachtet werden. Die Lufthansa will ihren Flugverkehr, wie sie mitteilte, an diesem Mittwoch deutlich ausweiten. Die Deutsche Flugsicherung sieht "gute Chancen", dass bis zum späten Abend der komplette Luftraum über Deutschland für den Flugverkehr frei sein wird.

Die Aktien von Infineon und Dialog Semiconductor dürften in Frankfurt laut Händlern vom enormen Erfolg von Apple mit seinem iPhone profitieren. Im zweiten Geschäftsquartal (Ende März) verdoppelte sich der Gewinn beinahe. Der Umsatz sprang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 50 Prozent hoch. Die Infineon-Aktie und die Dialog-Aktie zeigten sich bereits vorbörslich sehr fest.