Europas Börsen einheitlich im Plus

Ins Wochenende

Europas Börsen einheitlich im Plus

Euro-Stoxx-50 stieg um 30,96 Einheiten oder 1,24% auf 2.520,31 Zähler.

Die europäischen Leitbörsen konnten am Freitag mit einheitlich festeren Kursen ins Wochenende gehen. Marktteilnehmer verwiesen auf den zugenommenen Optimismus unter den Anlegern, nachdem neue Hoffnungen auf eine baldige Einigung zum zweiten Griechenland-Rettungspaket aufgekommen waren. Der Euro-Stoxx-50 stieg um 30,96 Einheiten oder 1,24 Prozent auf 2.520,31 Zähler.

Das Hauptthema an den europäischen Börsen blieb auch zum Wochenausklang Griechenland. Hierbei sorgte eine Meldung aus Notenbankkreisen für positive Reaktionen, wonach die Europäische Zentralbank (EZB) zur Vermeidung von möglichen Verlusten durch einen Schuldenschnitt für Griechenland ihre griechischen Anleihen in neue Papiere getauscht hätten. Damit hätte sich die EZB den Weg für den seit Monaten umstrittenen griechischen Schuldenschnitt geebnet, hieß es. Offiziell bestätigt hat die EZB dies bis zum Börsenschluss aber nicht. Zum Beginn der kommenden Woche wird außerdem erwartet, dass die Euro-Finanzminister über das neue, 130 Mrd. Euro schwere Hilfspaket zugunsten Athens entscheiden werden.

Der absehbare Schuldenschnitt und die Hoffnung auf die baldige Lösung der Griechenland-Krise unterstützte unter insbesondere die Bankenpapiere. Im Euro-Stoxx-50 schlossen die Aktien von Societe Generale mit einem Kursplus von 5,52 Prozent an der Spitze der Kurstafel. BNP Paribas (plus 2,86 Prozent) und ING Groep (plus 2,42 Prozent) legten ebenfalls zu.

Im Branchenvergleich lag allerdings der Baustoffsektor an erster Stelle, nachdem der französische Zementhersteller Lafarge seine Geschäftszahlen für 2011 vorgelegt hatte. Der Konzern hat im Vorjahr einen Gewinneinbruch verbucht und kündigte für 2012 einen harten Sanierungsplan an. Die Papiere sprangen in Paris mit einem Kursplus von 8,26 Prozent auf 34,46 Euro an die Spitze des CAC-40. Analysten verwiesen zur Begründung der Kursgewinne vor allem auf das starke operative Ergebnis.

Vor diesem Hintergrund konnten auch andere Baustoffkonzerne zulegen. So verteuerten sich etwa HeidelbergCement in Frankfurt um 6,37 Prozent und in London rückten CRH um 5,25 Prozent vor.

Air Liquide konnten hingegen trotz höherer Gewinne die Anleger nicht überzeugen und sanken im Paris um 2,80 Prozent auf 95,75 Euro, was die Aktien an die Sohle des Euro-Stoxx-50 rutschen ließ. Der französische Gashersteller hat im vergangenen Jahr vor allem von seinem florierenden Geschäft in den Schwellenländern profitiert, und Umsatz und Gewinn gesteigert.

Geschäftszahlen lieferte zum Wochenausklang auch Anglo American, dessen Aktien sich im FTSE-100 um 1,13 Prozent auf 2.674,00 Pence verbessern konnten. Die hohe Nachfrage nach Rohstoffen hat dem britischen Bergbaukonzern im vergangenen Jahr einen kräftigen Gewinnzuwachs beschert. Der um Sondereffekte bereinigte Überschuss stieg um fast ein Viertel auf 6,1 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten.