Europas Börsen mehrheitlich mit Verlusten

Handelsschluss

Europas Börsen mehrheitlich mit Verlusten

Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 8,07 Einheiten oder 0,27 Prozent.

Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 verbilligte sich um 8,07 Einheiten oder 0,27 Prozent auf 3.034,91 Zähler.

Im Laufe des Nachmittags konnten sich die Marktplätze in Europa etwas erholen und drehten teilweise in den grünen Bereich. Gute US-Arbeitsmarktdaten konnten die Investoren freundlicher stimmen. Nach Zahlen des US-Arbeitsministeriums vom Freitag wurden im Oktober 204.000 Stellen geschaffen. Bankvolkswirte hatten mit deutlich weniger gerechnet. Offenbar hätten sich amerikanische Unternehmen nicht von dem zweiwöchigen Verwaltungsstillstand beeindrucken lassen, sagte ein Börsenbeobachter. Auch die US-Wachstumsdaten haben ihren Teil zum verbesserten Sentiment beigetragen. Die Anleger glaubten vermehrt, dass die Wirtschaft nun stark genug sei, um einer Drosselung der Stimuluspolitik durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) standzuhalten, hieß es von Marktkennern.

Im Euro-Stoxx-50 schlossen an der Indexspitze die Enel-Papiere mit einem deutlichen Plus von 3,58 Prozent bei 3,244 Euro. Der größte italienische Versorger hatte in den ersten neun Monaten des Jahres wegen eines geringeren Stromabsatzes an Umsatz und Gewinn eingebüßt. Die Zahlen lagen aber im von Analysten erwarteten Rahmen. Die UBS stufte die Enel-Aktie hoch und empfahl sie zum Kauf.

Die rote Laterne im europäischen Leitindex hielten die Anteilsscheine von Societe Generale. Sie gingen als Indexverlierer mit einem Abschlag von 2,34 Prozent bei 40,77 Euro aus dem Handel. Der Versicherer hatte im dritten Quartal den Reingewinn von 90 Mio. Euro im Vorjahr auf 534 Mio. Euro gesteigert. Dam Donnerstag hatte das Unternehmen verkündet, das 50-Prozent-Paket vom kleineren Rivalen Credit Agricole an der bisher gemeinsamen Firma Newedge zu übernehmen. Credit Agricole notierten in Paris mit minus 0,46 Prozent.

Beliebter waren heute die Allianz-Aktien. Sie beendeten den Handelstag mit plus 1,02 Prozent bei 124,25 Euro. Zwar hatte der größte europäische Versicherer im dritten Quartal ein um knapp 1 Prozent tieferes operatives Ergebnis hinzunehmen. Das Unternehmen bleibe aber für das Gesamtjahr zuversichtlich, hieß es vonseiten der Allianz.

Im britischen "Footsie" konnten sich International Airline Group (IAG)auch bei Börsenschluss als Tagessieger behaupten. Die Papiere notierten mit einem starken Plus von 7,99 Prozent bei 376,90 Pence. Der Mutterkonzern von British Airways verdiente im reisestarken dritten Quartal unter dem Strich 580 Mio. Euro. Das ist mehr als doppelt so viel wie die 219 Mio. Euro ein Jahr zuvor.

   Den Aktien des Airlinebetreibers IAG machten es auch die Anteilsscheine von Easyjet nach. Sie legten bis am Ende des Handelstages um deutliche 2,08 Prozent zu und notierten bei 1.225,00 Pence. Der britische Billigflieger hatte vergangene Woche seine Gewinnprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr angehoben.