Boersenbulle

Europas Börsen schwach erwartet

Nach dem Verlust von 1,12 % zum Wochenbeginn lässt der X-Dax als außerbörslicher Indikator für die Dax-Entwicklung im deutschen Xetra-Handel um kurz nach 8 Uhr eine Eröffnung bei 5.553 Punkten erwarten. Der Future auf den EuroStoxx 50 deutet auf einen um 1,39 % schwächeren Start des europäischen Leitindex hin. Der FTSE 100 wurde 0,83 % tiefer taxiert.

James Hughes, Marktanalyst bei CMC Markets, machte zwar die guten Apple-Zahlen vom Vorabend als tendenzielle Stütze aus. Gleichzeitig geht er aber von einem erneut sehr volatilen Handelstag aus. Händler verwiesen außerdem auf die Verluste der US-Futures und an den asiatischen Börsen.

Pharmawerte stehen nach Zahlen von Novartis im Fokus. Der Schweizer Konzern schloss das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn ab. Angetrieben von der Nachfrage nach Medikamenten gegen Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen sowie dem Umsatzplus im Impfstoffgeschäft verbuchte der Roche-Rivale unter dem Strich einen deutlichen Gewinnanstieg.

Unterdessen darf der französische Pharmahersteller Sanofi-Aventis den auf Gesundheits- und Wellness-Produkte fokussierten US-Konzern Chattem übernehmen. Die vorgesehene Wartezeit nach dem US-Kartellrecht sei abgelaufen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Paris mit. Unterdessen ist der US-Pharmariese aus dem Bieterrennen um Ratiopharm ausgestiegen - Sanofi-Aventis ist mit Teva und EQT unter den letzten 3 Interessenten.

Nach den Zahlen von Apple verdienen auch Technologie-Aktien Aufmerksamkeit. Der Computer- und iPhone-Hersteller Apple setzte von Oktober bis Dezember so viele seiner Mac-Rechner und iPhone-Handys ab wie nie zuvor. Ferner präsentierte nach den Prozessorherstellern Intel und Advanced Micro Devices (AMD) am Montag nach US-Börsenschluss auch das Branchenurgestein Texas Instruments gute Zahlen für das Schlussquartal. In Europa könnte sich daher ein Blick auf die Titel von STMicroelectronics und auch ASML Holding lohnen.

In London rücken außerdem die Software-Firma Sage Group und der Versorger Severn Trent Water in den Blick. Beide Unternehmen veröffentlichen Zwischenberichte