Europas Börsen zu Mittag behauptet

Europas Börsen zu Mittag behauptet

Die anhaltende Euroschwäche belastet laut Börsianern die Rohstoffpreise weiter und sorgte bei den schwer gewichteten Rohstoffaktien für Kursverluste.

Im Stoxx-50 rutschten Rio Tinto um 0,36 % auf 3.367 Pence ab und BHP Billiton fielen 0,78 % auf 1.984,50 Pence. Der Bankensektor fiel ebenfalls zurück, angeführt von den Papieren der beiden spanischen Vertreter Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (-2,23 % auf 9,54 Euro) und Banco Santander (-1,85 % auf 9,31 Euro), die unter einer Abstufung durch Barclays litten.

Der spanische Versorger Iberdrola fiel nach Zahlen um 0,42 % auf 5,88 Euro. Dank besserer Geschäfte in den USA und mit erneuerbaren Energien hat der spanische Stromkonzern seinen Betriebsgewinn im vergangenen Jahr gesteigert. Vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verdiente das Unternehmen 6,3 % mehr, kam auf 6,8 Mrd. Euro und traf damit die Erwartungen der Analysten. Netto sank der Gewinn jedoch um 1,3 % auf 2,8 Mrd. Euro, was vor allem an niedrigeren Einmal-Gewinnen und den Konzernschulden lag.

Der Medizinkonzern Fresenius (+1,57 % auf 46,72 Euro) hat das abgelaufene Geschäftsjahr ungeachtet der Wirtschaftskrise mit einem deutlichen Gewinnanstieg abgeschlossen und eine Erhöhung der Dividende vorgeschlagen. "Auch während der globalen Wirtschaftskrise haben wir unser Geschäft erfolgreich weiterentwickelt", wird Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider in der Mitteilung zitiert. Der Überschuss kletterte währungsbereinigt um 14 Prozent auf 514 Mio. Euro. Die Dividende soll zum 17. Mal in Folge steigen: Je Stamm- und Vorzugsaktie werde der Hauptversammlung eine Erhöhung um 7 % vorgeschlagen.

Die französische Hotelkette Accor (+1,19 % auf 36,90 Euro) blickt nach einem Verlust 2009 mit gebremster Zuversicht auf das laufende Jahr. Die Belegungsraten in den Hotels hätten sich im Jänner zumindest weiter stabilisiert. In der Wirtschaftskrise waren die Übernachtungszahlen der Gruppe mit den Marken Ibis, Novotel und Mercure zurückgegangen, das hatte auch die Preise unter Druck gesetzt. Operativ verdiente Accor in der Zeit zwischen Jänner und Dezember 448 Mio. Euro. Damit lag der Konzern am oberen Ende der eigenen Prognose und übertraf die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz sank von 7,72 auf 7,06 Mrd. Euro.