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Europas Leitbörsen bleiben zu Mittag sehr freundlich

Positive Vorgaben aus Übersee und eine Branchenstudie zum europäischen Stahlsektor haben den europäischen Aktienmärkte am Montag eine Fortsetzung ihrer jüngsten Erholungsbewegung ermöglicht. Vor allem Finanz- und Rohstoffwerte gehörten zu den Favoriten der Anleger.

Der DAX in Frankfurt notierte um 12.50 Uhr mit 6.118,31 Punkten und einem Plus von 74,81 Einheiten oder 1,24 %. Der FT-SE-100 der Börse London erhöhte sich um 25,6 Zähler oder 0,50 % auf 5.189,26 Stellen. Der Euro-Stoxx-50 legte 33,00 Einheiten oder 1,25 % auf 2.671,31 Punkte zu.

Banken und Stahl gehen gut

In einem freundlichen Marktumfeld sorgten Finanztitel und Stahlwerte für Auftrieb an den europäischen Börsen. In Paris kletterten Societe Generale um 3,77 % auf 34,995 Euro und Credit Agricole um 2,98 % auf 9,291 Euro. Während in London Barclays um 2,44 % auf 297,95 Pence zulegten, waren in Zürich UBS (plus 1,67 % auf 15,21 Franken) und Credit Suisse (plus 1,78 % auf 45,8 Franken) am oberen Ende des Index zu finden.

In Paris standen die Versichererpapier von AXA im Fokus der Anleger. Die Aktie stieg um 2,86 % auf 13,49 Euro und reagierte Marktteilnehmern zufolge auf Pläne zum Verkauf eines Teils der Beteiligungen in Großbritannien für 2,75 Mrd. Pfund. Die französischen Auto-Titel von Renault (plus 2,22 % auf 31,30 Euro) und PSA Peugeot Citroen (plus 3,87 % auf 22,25 Euro) waren ebenfalls gut gesucht, nachdem die beiden Konzerne Staatshilfen zurückzahlen wollen. Bei Fiat ließen Hoffnungen auf eine Einigung mit den Gewerkschaften zur Rettung einer Fabrik in Neapel die Aktien um 3,20 % auf 9,204 Euro steigen.

Unter den Stahlwerten sorgte eine Branchenstudie von den Analysten der Schweizer Großbank UBS für reges Kaufinteresse. Die Schweizer haben den gesamten Sektor von "underweight" auf "neutral" hochgestuft, und verwiesen auf die jüngste Talfahrt bei den Stahltiteln, welche die Abwärtsrisiken eingepreist habe. ArcelorMittal (plus 4,12 % auf 24,53 Euro), ThyssenKrupp (plus 2,49 % auf 21,58 Euro) und Salzgitter (plus 2,86 % auf 50,84 Euro) zählten zu den größten Gewinnern.

Nur BP fällt weiter

Weiter auf Talfahrt befindet sich indessen die BP-Aktie in London, die um 5,82 % auf 369,10 Pence nach unten tendierte. US-Präsident Barack Obama hat dem britischen Ölkonzern eine Frist für einen Plan zur Eindämmung der verheerenden Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gesetzt.