Europas Leitbörsen einheitlich tiefer

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen einheitlich tiefer

Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,89% oder 32,40 Punkte auf 3.618,31 Einheiten.

Die Leitbörsen in Europa haben sich am Freitagvormittag mit einheitlich leichterer Tendenz gezeigt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.40 Uhr mit minus 0,89 Prozent oder 32,40 Punkte bei 3.618,31 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 1,24 Prozent oder 144,69 Zähler auf 11.532,88 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit minus 0,34 Prozent oder 23,69 auf 7.017,23 Punkte.

Auch am Freitag sorgte die Unsicherheit über den Verhandlungsstand von Griechenland mit dessen Schuldnern für Kurseinbußen an den europäischen Leitbörsen. Das Feilschen soll am Wochenende fortgesetzt werden, ob das ein Ende der Unsicherheiten um Griechenland bringt, bezweifeln Experten allerdings. Zuletzt hatte die Chefin des Internationalen Währungsfonds einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone als Möglichkeit ausgemacht und damit Anleger beunruhigt.

Zum Wochenabschluss bricht über die europäischen Börsen eine regelrechte Flut an Konjunkturdaten herein, die verarbeitet werden müssen. Gleich kurz nach Eröffnung standen die Verbraucherpreise in Spanien auf der Agenda. Im Mai hat sich der Preisverfall gegenüber dem Vorjahr mit einem Minus von 0,3 Prozent etwas abgeschwächt. Im April wurde ein noch deutlicherer Rückgang von 0,7 Prozent verzeichnet. Auch Analysten hatten mit einem stärkeren Preisminus von 0,6 Prozent kalkuliert.

Das Geldmengenwachstum in der Eurozone beschleunigte sich im April unterdessen um 5,3 Prozent zum Vorjahresmonat. Bankenvolkswirte hatten lediglich mit einem Plus von 4,9 Prozent der für die Europäische Zentralbank wichtigen breit gefassten Geldmenge M3 gerechnet. In weiterer Folge stehen in den USA noch die erste Revision zum Bruttoinlandsprodukt der USA für das erste Quartal, der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago und das Michigan Sentiment auf der Agenda.

Unter den Einzelwerten rückten die Titel des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta ins Blickfeld. Laut Medienberichten ergreift das Unternehmen Abwehrmaßnahmen gegen die Übernahmeofferte des US-Konkurrenten Monsanto. Dazu holte Syngenta auch die Schweizer Großbank UBS in das Beraterteam. Der Agrochemiekonzern erwartet, dass Monsanto möglicherweise bereits in der nächsten Woche ein höheres Gebot als die bisher offerierten 449 Franken je Aktie vorlegen will. Syngenta-Aktien zeigten sich im frühen Handel mit einem klaren Kursplus von 2,17 Prozent bei 433,10 Franken.

In Schweden verteuerten sich die Aktien des Bauunternehmens Skanska um 2,03 Prozent. Ein Konsortium um den Baukonzern erhielt den Zuschlag für das Riesenprojekt um den LaGuardia-Flughafen. Das 50 Jahre alte Zentralterminal des New Yorker Flughafens soll für 3,6 Mrd. Dollar ersetzt werden.