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Europas Leitbörsen einheitlich tiefer

 Euro-Stoxx verlor 59,18 Einheiten oder 2,74% auf 2.100,10 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im frühen Handel mit deutlichen Verlusten tendiert. Gegen 10.20 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 5.424,62 Punkten, das entspricht einem Minus von 148,89 Einheiten oder 2,67 Prozent. In London fiel der FT-SE-100 97,1 Einheiten oder 1,81 Prozent auf 5.271,26 Zähler. Der Euro-Stoxx-50 verlor 59,18 Einheiten oder 2,74 Prozent auf 2.100,10 Punkte.

Die Sorgen um die Stabilität der Eurozone seien übers Wochenende wieder angestiegen, hieß es aus dem Handel. Das Treffen der EU-Finanzminister mit ihrem US-Kollegen Timothy Geithner am Wochenende habe enttäuscht, hieß es weiter. Darüber hinaus drohe die Ratingagentur Moody's trotz Sparmaßnahmenpakets mit einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens.

Besonders Finanzwerte gerieten vor diesem Hintergrund stark unter Druck. Französische Bankwerte machten angesichts ihres Griechenland-Engagements die größten Sorgen, hieß es. Societe Generale rutschten 4,35 Prozent auf 18,14 Euro. BNP Paribas verloren knapp drei Prozent auf 27,33 Euro. Deutsche Bank verloren in Frankfurt 3,92 Prozent auf 24,15 Euro und BBVA notierten in Madrid mit einem Minus von 2,02 Prozent auf 5,84 Euro. UniCredit verzeichneten in Mailand gegen den Trend einen Aufschlag von 1,25 Prozent auf 0,729 Euro.

In London rutschten Lloyds 6,33 Prozent auf 33,55 Pence. Die teilverstaatlichte britische Bank verliere ihren Finanzchef, bestätigte das Geldhaus. Tim Tookey habe sich entschlossen, das Institut zu verlassen und eine Stellung bei dem Versicherer Friends Life anzunehmen, hieß es. British Airways notierten mit einem Abschlag von 1,74 Prozent auf 282,50 Pence. Schätzungen zufolge muss für den Emissionshandel ab dem nächsten Jahr eine Rechnung von rund 50 Mio. Euro befürchtet werden.

Im Branchenvergleich zählte der Rohstoffsektor europaweit zu den größten Verlierern. Arcelormittal gaben deutlich um 4,64 Prozent auf 12,73 Euro nach. Unter den Einzelwerten gerieten Fraport in den Blickpunkt der Investoren. Die neue Landebahn könnte dem Flughafenbetreiber zweistellige Mehrgewinne einbringen. Medienberichten zufolge wird ein Passagieranstieg von fünf Prozent in 2012 erwartet. Darüber hinaus sei eine Gebührenerhöhung geplant, hieß es weiter. Die Papiere notierten 1,92 Prozent tiefer bei 44,14 Euro.