Boerse_Frankfurt

Im frühen Handel

Europas Leitbörsen etwas schwächer

Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 19,72 Einheiten auf 2.930,26 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstag im frühen Handel einheitlich in der Verlustzone tendiert. Um 10.20 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 7.163,24 Punkten, das entspricht einem Minus von 14,73 Einheiten oder 0,21 Prozent. In London verlor der FT-SE-100 28,1 Einheiten oder 0,47 Prozent auf 5.982,33 Zähler.

Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 ermäßigte sich um 19,72 Einheiten oder 0,67 Prozent auf 2.930,26 Punkte. Ohne eindeutige Impulse aus Übersee haben sich die europäischen Börsen am Donnerstag etwas schwächer präsentiert. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen daher einige Unternehmensbilanzen, unter anderem von Roche und Danone. Am Nachmittag könnten noch die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten für Bewegung an den Aktienmärkten sorgen, bis dahin hielten sich die Anleger aber eher zurück, hieß es von Marktteilnehmern.

Die Titel des Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzerns Roche zeigten sich nach den neu veröffentlichten Zahlen zum ersten Quartal um 1,05 Prozent auf 131,7 Schweizer Franken tiefer. Beim Umsatz, welcher 11,12 Mrd. Schweizer Franken betrug, musste das Unternehmen einen stärkeren Rückgang verbuchen als im Vorfeld am Markt erwartet wurde.

Zahlen für das erste Quartal brachte auch Danone. Die Umsätze fielen hingegen besser aus als Experten prognostiziert hatten. Daraufhin verteuerten sich die Papiere um 2,06 Prozent auf 47,80 Euro.

Im europäischen Branchenvergleich zeigten sich Bankenwerte deutlich in der Verlustzone. Ins Minus gedrückt wurde der Sektor beispielsweise von der italienischen Banco Popolare die Milano. Die Titel ermäßigten sich um 2,25 Prozent auf 2,09 Euro. Zuvor hatte die Italienische Zentralbank das Kreditinstitut aufgefordert, seine Kapitaleinlagen zu verstärken. Darüber hinaus tendierten Bankinter klar in der Verlustzone. Die spanische Bank hatte bekanntgegeben, dass das Nettoeinkommen im ersten Quartal auf 48,6 Mio. Euro gefallen war. Im Vorjahreszeitraum konnte Bankinter noch 65,8 Mio. Euro einnehmen. Die Titel fielen um 1,56 Prozent auf 5,24 Euro.

Hingegen zeigten sich die Anteilsscheine der Commerzbank mit plus 1,13 Prozent auf 4,743 Euro am Donnerstag wieder etwas erholt. Am gestrigen Mittwoch mussten die Titel noch einen Kursrutsch von knapp fünf Prozent hinnehmen, obwohl die Bank bei ihrem ersten Schritt in Richtung ihrer geplanten Mega-Kapitalerhöhung erfolgreicher war, als Marktteilnehmer erwartet hatten. Für die Kapitalaufstockung wurde eine Pflichtumtauschanleihe (Comen) zu 4,25 Euro platziert. Insgesamt konnte das Kreditinstitut dadurch 4,3 Mrd. Euro einnehmen.