Stoxx

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen im grünen Bereich

Telekom-Werte im Fokus - Deutsche Bank hebt Philips-Votum auf "Buy" an.

Die Leitbörsen in Europa haben den Handel am Montag mit Kursgewinnen begonnen. Der Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.25 Uhr um klare 27,67 Einheiten oder 1,04 Prozent auf 2.694,99 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 8.221,77 Punkten und einem Plus von 93,81 Einheiten oder 1,15 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 um 45,32 Einheiten oder 0,72 Prozent auf 6.353,58 Zähler.

Gute Vorgaben von den asiatischen Leitbörsen hätten für etwas Auftrieb gesorgt, hieß es aus dem Handel. Daneben bleibt auch in dieser Woche der geldpolitische Kurs der US-Notenbank Fed im Fokus. Nach der zweitägigen FOMC-Sitzung werden am Mittwochabend neue Signale seitens des Fed-Chefs Ben Bernanke zu einer möglichen Einschränkung der lockeren Geldpolitik erwartet. Da nicht alle jüngst veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten zufriedenstellend ausgefallen waren, hat die Wahrscheinlichkeit für ein baldiges Handeln der Fed tendenziell abgenommen, schreiben die Analysten der Helaba in einem tagesaktuellen Kommentar.

Konjunkturseitig stehen heute vor allem Stimmungsindikatoren auf der Agenda. Am Nachmittag werden in den USA der Empire-State Index sowie das NAHB-Immobilienmarktbarometer veröffentlicht.

Deutlich fester zeigten sich zum Wochenauftakt Telekom-Werte. France Telecom legten 3,26 Prozent auf 7,604 Euro zu. Auch Deutsche Telekom (plus 1,88 Prozent auf 38,15 Euro) und die Titel der spanischen Telefonica (plus 2,54 Prozent auf 10,285 Euro) starteten fest in den Handel. Der Sektor konnte Marktteilnehmern zufolge von Zeitungsberichten, dass die spanische Regierung ein Übernahmeangebot des US-Konzerns AT&T für die Telefonica zurückgewiesen habe. Als Grund wurde die strategischen Bedeutung des spanischen Konzerns für die heimische Wirtschaft angegeben, berichtete die spanische "El Mundo".

An die Spitze des Euro-Stoxx-50 konnten sich Philips setzen, die Aktien zogen im Frühhandel um 3,80 Prozent auf 22,00 Euro an. Die Deutsche Bank hat zuvor ihr Votum für die Papiere des Elektronikkonzern von „Hold“ auf „Buy“ angehoben. Auch das Kursziel wurde von 23,0 Euro auf 27,0 Euro angehoben. Das Unternehmen dürfte die mit dem Restrukturierungsprogramm von 2011 ausgegebenen Ziele im laufenden Jahr erreichen, schrieben die Analysten. Nicht nur dank Einsparungen und höherer Produktivität, sondern vor allem wegen des kulturellen Wandels im Unternehmen, dürfte Philips sich operativ nun in den kommenden Jahren verbessern, hieß es.

Einen Kursrutsch von 22,82 Prozent auf 15,52 Euro verbuchten dagegen Saipem. Der Öl-Dienstleister hatte zuvor seinen Ausblick für das Gesamtjahr 2013 nach unten revidiert, hieß es aus dem Handel. Das Unternehmen erwarte nun einen Verlust in Höhe von 300 bis 350 Mio. Euro. Im Zuge der Gewinnwarnung gaben auch andere Ölindustrie-Dienstleister wie Petrofac (minus 2,58 Prozent) deutlich nach. Ans Ende des Euro-Stoxx-50 sackten die Papiere der Saipem-Mutter Eni mit minus 2,38 Prozent auf 16,44 Euro ab.