Europas Leitbörsen knapp behauptet

US-Budgetstreit belastet

Europas Leitbörsen knapp behauptet

Euro-Stoxx-50 fiel um 1,05 Einheiten oder 0,04% auf 2.653,64 Punkte.

Nach den jüngsten Kursgewinnen haben sich die Leitbörsen in Europa am Donnerstag im frühen Handel überwiegend mit leichten Abschlägen gezeigt. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 fiel bis 10.10 Uhr um 1,05 Einheiten oder 0,04 Prozent auf 2.653,64 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 7.664,95 Punkten und einem Minus von 3,55 Einheiten oder 0,05 Prozent. In London ermäßigte sich der FT-SE-100 um minimale 1,41 Einheiten oder 0,02 Prozent auf 5.960,18 Zähler.

Marktteilnehmer verwiesen vor allem auf mangelnde Fortschritte im US-Budgetstreit. Diese würden die zuletzt noch positive Stimmung am Markt wieder eintrüben, hieß es. Am Nachmittag stehen noch einige Datenveröffentlichungen an. Unter anderem werden der Philadelphia-Fed-Index für Dezember sowie der Index der Frühindikatoren für November bekannt gegeben. Zudem dürfte der große Verfall an den Terminmärkten am Freitag bereits seine Schatten vorauswerfen.

Unter den im Euro-Stoxx-50 gelisteten Einzelwerten waren CRH (plus 1,26 Prozent) und Inditex (plus 0,88 Prozent) gesucht. Auch ArcelorMittal standen im Frühhandel mit einem guten halben Prozent im Plus. Auf den Verkaufslisten der Anleger standen indessen Carrefour (minus 1,16 Prozent) und France Telecom (minus 0,93 Prozent).

BNP Paribas legten entgegen eines schwachen Branchentrends 0,21 Prozent auf 44,655 Euro zu. Die französische Großbank verkauft ihr Ägypten-Geschäft an das arabische Geldhaus Emirates NBD, hieß es aus dem Handel.

Ericsson gaben indessen 1,36 Prozent auf 65,45 Schwedische Kronen ab. Der Telekomausrüster schreibt eine knappe Milliarde Euro auf das defizitäre Chip-Jointventure ST-Ericsson ab. Die Belastung in Höhe von acht Milliarden Schwedischen Kronen werde im vierten Quartal vorgenommen. Zudem kündigten die Schweden an, das Gemeinschaftsunternehmen nicht vollständig übernehmen zu wollen, nachdem Partner STMicroelectronics (minus 1,21 Prozent auf 5,31 Euro) vor einer Woche den Ausstieg ankündigte.