Börsenöffnung

Europas Leitbörsen mehrheitlich etwas höher

Euro-Finanzminister-Treffen im Blick - Bilfinger Ziele erfüllt, Aktie im Plus.

Die Leitbörsen in Europa haben am Montag im frühen Handel mehrheitlich etwas höher tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.45 Uhr um 4,66 Einheiten oder 0,18 Prozent auf 2.634,96 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 7.642,96 Punkten und einem Minus von 9,18 Einheiten oder 0,12 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 um 21,07 Einheiten oder 0,34 Prozent auf 6.285,00 Zähler.

Im Blickpunkt der Anleger dürfte am heutigen Handelstag das Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel sein. Dabei sollen unter anderem Zypern und Griechenland als Themen auf der Agenda stehen.

An einem ansonsten Konjunkturdatenarmen Handelstag stand die Industrieproduktion in Frankreich am Vormittag im Blick. Die Industrieproduktion in Frankreich ist wie erwartet im Dezember weiter gefallen. Im Monatsvergleich fiel die Produktion um 0,1 Prozent, wie die Statistikbehörde Insee am Montag in Paris mitteilte. Allerdings hatten Ökonomen mit einem etwas höheren Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet.

Die Titel des deutschen Baudienstleisters Bilfinger standen nach der heutigen Zahlenbekanntgabe im Fokus der Anleger. Bilfinger habe sich demnach 2012 in einem schwierigen Umfeld gut geschlagen und die eigenen Ziele erfüllt. Die Leistung sei um zwei Prozent auf 8,64 Mrd. Euro gestiegen. Vor allem im Geschäft mit Industrie- und Kraftwerksdienstleistungen legte der Mannheimer Konzern zu. Die Aktie des Baudienstleisters notierte am Vormittag mit einem Plus von 2,19 Prozent auf 75,48 Euro unter den größten Gewinnern im Euro-Stoxx.

Vor der am morgigen Dienstag anstehenden Zahlenvorlage des Stahlherstellers Thyssen-Krupp wurden bereits gestern Neuigkeiten zu dem geplanten Verkauf der Stahlwerke in den USA und Brasilien bekannt. Im Rennen um die Stahlwerke in Übersee schmieden Insidern zufolge einige Bieter Bündnisse. Der japanische Stahlkocher JFE Steel und der Konkurrent U.S. Steel wollen ein gemeinsames Offert vorlegen. Die Papiere des Stahlkonzerns notierten im Euro-Stoxx relativ unbewegt mit einem Minus von 0,03 Prozent bei 17,73 Euro.

In einem Branchenvergleich des Euro-Stoxx-50 waren Automobilwerte am unteren Ende der Kursliste zu finden. Der Automobilsektor musste ein Minus von 0,92 Prozent hinnehmen. Der Gesundheitssektor führte hingegen den Branchenvergleich an und konnte einen Zuwachs von 2,33 Prozent verbuchen.

Am heutigen Vormittag wurde bekannt, dass der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk in den USA keine Zulassung für das Diabetes-Medikament Tresiba erhält. Die Papiere des französischen Pharmakonzerns Sanofi, der den Markt für Diabetes-Mittel dominiert, zogen deutlich an. Bei den Einzelwerten im Euro-Stoxx-50 legten Sanofi mit 4,24 Prozent auf 71,98 Euro am deutlichsten zu.

Die deutlichsten Verlierer waren dem Branchentrend folgend Autowerte. Daimler verloren 1,20 Prozent auf 45,015 Euro und Volkswagen büßten 0,91 Prozent auf 178,90 Euro ein.