Europas Leitbörsen moderat im Plus

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Europas Leitbörsen moderat im Plus

Euro-Stoxx-50 stieg 14,01 Einheiten oder 0,55% auf 2.567,04 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Freitag im frühen Handel einheitlich mit moderaten Gewinnen tendiert. Am heutigen großen Verfallstag an den Terminmärkten, dem sogenannten Hexensabbat, notierte der DAX in Frankfurt bis 09.45 Uhr mit 7.405,42 Punkten, das entspricht einem Plus von 15,93 Einheiten oder 0,22 Prozent. In London stieg der FT-SE-100 26,6 Einheiten oder 0,45 Prozent auf 5.881,21 Zähler. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 stieg 14,01 Einheiten oder 0,55 Prozent auf 2.567,04 Punkte.

Bedeutsam ist der große Verfallstag an den Terminbörsen, weil er ab dem späten Vormittag für außergewöhnliche Ausschläge sorgen könnte. Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung der freundlichen Stimmung an den Börsen auf den asiatischen Handel, der die positive Dynamik aus dem späten Handel der Wall Street aufgenommen hat und letztlich auch die europäischen Indizes stützte. Außerdem rückten Presseberichte in den Fokus, wonach die EU mit der spanischen Regierung über weitere Finanzhilfen verhandelt.

Zum Wochenausklang stehen keine relevanten Konjunkturdaten auf der Agenda. Auch Unternehmensmeldungen blieben bisher überschaubar. Für Aufmerksamkeit sorgte der Marktstart des neuen iPhone 5 von Apple, vor dessen Hintergrund einige Technologiewerte in Bewegung geraten könnten. Bisher konnte im Branchenvergleich der Finanz- und Baustoffsektor am stärksten zulegen, schwach zeigten sich hingegen einige Werte aus dem Konsumgütersektor.

Im Euro-Stoxx-50 konnten zuletzt die Stahlaktien von ArcelorMittal  (plus 1,25 Prozent) und die Papiere des Ölkonzerns Repsol (plus 1,26 Prozent) am stärksten zulegen. Am unteren Ende der Kurstafel notierten hingen Nokia (minus 1,00 Prozent) und ASML (minus 1,22 Prozent).

Unter den Einzelwerten büßten Adidas in Frankfurt um deutliche 1,94 Prozent auf 64,33 Euro ein. Der Sportartikelhersteller hat die Anleger mit seinem Ausblick enttäuscht, hieß es. Zwar hat das Unternehmen seine Prognose für die Marke erhöht, für die US-Tochter Reebok wurde das Ziel für 2015 allerdings von 3 auf 2 Mrd. Euro gekappt. Ein Börsianer hob vor allem die avisierte Steigerung der Profitabilität positiv hervor. Er hält die Aktie allerdings auf dem aktuellen Niveau für fair bewertet, auch wenn die Ziele für 2015 erreicht werden.