Europas Leitbörsen sind 2 Prozent im Plus

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen sind 2 Prozent im Plus

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Freundliche Vorgaben aus Übersee stützen die Aktienmärkte.

In Folge freundlicher Vorgaben der Wall Street sowie der asiatischen Börsen schafften Europas Aktienmärkte einen deutlich höheren Handelsauftakt. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 09.55 Uhr mit plus 2,08 Prozent oder 59,95 Punkte bei 2.937,37 Einheiten. Der DAX in Frankfurt stieg 2,06 Prozent oder 192,04 Zähler auf 9.523,52 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 1,17 Prozent oder 70,61 Einheiten auf 6.083,42 Punkte.

Neben den positiven Vorgaben dürfte das G20-Treffen die Fantasien der Investoren angeregt haben. Dabei beraten Finanzminister und Notenbanker der führenden Industrie- und Schwellenländer am Freitag und Samstag in Shanghai unter anderem über die globale Konjunktur und eine Reform des Finanzsektors.

Des Weiteren sind in Frankreich und Spanien die Verbraucherpreise gefallen. Die nach europäischer Methode errechneten Verbraucherpreise (HVPI) fielen in Frankreich um 0,1 Prozent zum Vorjahr und in Spanien sogar um 0,9 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt für den gesamten Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Dieses Ziel hat sie seit langem nicht mehr erreicht. Viele Experten rechnen daher für März mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik in der Eurozone.

Schon jetzt hat Chinas Notenbank Signale für weitere Maßnahmen zur Konjunkturbelebung gegeben. Denn die Zentralbank habe immer noch Spielraum für weitere Schritte und auch die Instrumente, um möglichen Abwärtsrisiken entgegenzutreten, sagte Notenbankchef Zhou Xiaochuan in Shanghai vor den Beratungen der führenden Industrie-und Schwellenländer (G20).

Bei den Unternehmenswerten bestimmten vor allem Geschäftsberichte die Indizes-Rankings. So kommt die britische Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) nicht aus den roten Zahlen und notierten mit einem Minus von 7,79 Prozent. Das seit der Finanzkrise größtenteils verstaatlichte Institut schrieb 2015 den achten Jahresverlust nacheinander.

Auch der italienische Energiekonzern Eni hat das Jahr 2015 mit einem Nettoverlust von 8,82 Mrd. Euro abgeschlossen. CEO Claudio Descalzi zeigte sich trotz des Ergebnisses 2015 über die Entwicklungen in diesem Jahr optimistisch. Die Ansicht dürften die Anleger teilen, denn die Eni-Aktien legten um 4,80 Prozent zu. Auch Branchenkompagnon Repsol und Royal Dutch Shell rückten jeweils deutlich über 3 Prozent weiter.

Daneben hat Telefonica 2015 wegen der Kosten für den Umbau im Heimatmarkt deutlich weniger verdient. Der Überschuss sei im vergangenen Jahr um 8,5 Prozent auf 2,75 Milliarden Euro gesunken. Wegen der weiter steigenden Nachfrage nach mobiler Datennutzung rechnet Unternehmenschef Cesar Alierta mit einem weiteren Wachstum. Die Anleger ließ diese Ansicht kalt und verkauften - die Titel des spanischen Telekomkonzern sanken 1,02 Prozent.

Hingegen dürften die Aktien der Deutschen Telekom von einem positiven Analystenkommentar von Barclays profitiert haben. Die Papiere waren mit einem Plus von 1,92 Prozent unter den besten Wert im DAX.

Außerdem legten die Aktien der Deutschen Börse um 1,64 Prozent zu und die Papiere des London Stock Exchange um 1,75 Prozent. Nach einer Fusion solle die aus der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) gebildete europäische Super-Börse in London als Gesellschaft nach britischem Recht geführt  werden, aber auch einen zweiten Hauptsitz in Frankfurt haben.

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