Europas Leitbörsen starten etwas höher

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen starten etwas höher

Chefwechsel bei Rio Tinto und GlaxoSmithKline, Lufthansa nach Zahlen minus 4,5%.

Die Leitbörsen in Europa sind am Donnerstag mit überwiegend höherer Tendenz gestartet. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 9.35 Uhr mit plus 0,72 Prozent oder 22,05 Punkte bei 3.084,10 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,25 Prozent oder 25,15 Zähler auf 10.008,56 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,51 Prozent oder 31,59 Einheiten auf 6.207,08 Punkte.

Vor allem die Klarheit rund um das gebremste Tempo der Zinswende in den USA wurde von Börsianer als Grund für die Gewinne gewertet. Für das laufende Jahr will die US-Notenbank Fed nun nur noch zwei Zinsschritte auf 0,9 Prozent wagen, bisher waren vier geplant. Verantwortlich machte die Leitung der Fed laut einem Statement neben Entwicklungen im Ausland auch die schwächelnde Inflation, die bisher nicht die Zielmarke von zwei Prozent erreicht habe.

An den europäischen Aktienmärkten belastete jedoch wiederum, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar im Zuge der Fed-Entscheidung deutlich zulegte. So notierte der Euro bei 1,1248 Dollar nach 1,1064 zum EZB-Richtkurs vom Vortag.

Unter den Einzelwerten verteuerten sich Rio Tinto um deutliche 5,13 Prozent. Der weltweit zweitgrößte Bergbaukonzern tauscht nach einem Verlust und einer Dividendenkürzung den Vorstandschef aus. Jean-Sebastien Jacques, bisher Chef der Kupfer-Sparte, soll Anfang Juli die Nachfolge von Sam Walsh antreten. Dieser ziehe sich aus dem Unternehmen zurück.

Negativ aufgenommen wurde der Chefwechsel bei GlaxoSmithKline, die Aktien verloren 0,14 Prozent. Der britische Pharmakonzern muss sich einen neuen Vorstandschef suchen. Andrew Witty werde sich Ende März 2017 zurückziehen, teilte das Unternehmen heute im Geschäftsbericht mit. Witty führte Glaxo seit 2008 und ist seit Jahrzehnten im Unternehmen.

Die Aktien der Lufthansa knickten in Frankfurt um 4,48 Prozent ein. Die deutsche Airline zahlt dank niedriger Spritpreise und steigender Passagierzahlen den Aktionären wieder eine Dividende. Für das Jahr 2015 werde eine Gewinnbeteiligung von 50 Cent je Aktie gezahlt, teilte die Lufthansa heute mit. "Wirtschaftlich war 2015 ein gutes Jahr", sagte Vorstandschef Carsten Spohr. Bei einem Umsatzplus von sieben Prozent auf stieg das Betriebsergebnis um 55 Prozent. Laut dem Vorstand soll das bereinigte Ebit heuer den Vorjahreswert leicht übersteigen.