Gute Vorgaben aus den USA und China stützen.
Die Leitbörsen in Europa haben am Montagvormittag überwiegend fester tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stieg bis 10.45 Uhr um 0,15 Prozent auf 3.188,84 Punkte. Der DAX in Frankfurt notierte mit 9.610,29 Punkten und einem Plus von 0,30 Prozent. In London gewann der FT-SE-100 um 0,28 Prozent auf 6.833,77 Zähler.
Impulsgebende Konjunkturdaten stehen am heutigen Handelstag nicht auf der Tagesordnung. Erst morgen wird es laut Händlern interessant, da in Deutschland das ZEW-Stimmungsbarometer zur Veröffentlichung ansteht. Bei diesem Indikator dürften Themen wie die Ukraine-Krise ein große Rolle spielen, schreiben Analysten der Helaba in ihrem Tageskommentar zu den Aktienmärkten. Trotz der Unklarheiten über den Fortgang der Ukraine-Krise sorgten gute Vorgaben aus den USA und China, wo die Börsen jeweils fest geschlossen hatten, für etwas Auftrieb.
Wenig bewegen konnten Zahlen zur französischen Wirtschaft, die im ersten Halbjahr des laufenden Jahres nur schwach wachsen dürfte. Die Notenbank rechnet für das erste wie für das zweite Quartal mit einem Wachstum von jeweils 0,2 Prozent, wie die Banque de France mitteilte. Das französische Statistikinstitut Insee wird seine Schätzung für das erste Quartal an diesem Donnerstag bekanntgeben.
Bei den Einzelwerten standen Papiere von Sky Deutschland im Fokus, sie notierten mit plus 6,09 Prozent. Medienmogul Rupert Murdoch will seine Pay-TV-Geschäfte in Europa neu ordnen. Dabei sollen Sky Deutschland und Sky Italia vom britischen TV-Konzern BSkyB übernommen werden. Aus diesem Grund verhandeln die Briten mit dem amerikanischen Medienkonzern 21st Century Fox. Sowohl BSkyB als auch 21st Century Fox werden von Murdoch kontrolliert.
Unterdessen standen Aktien von Air France-KLM bei plus 2,03 Prozent. Die Osterurlauber haben der Fluggesellschaft im April einen Zuwachs im Passagiergeschäft beschert. Insgesamt zählte das französisch-niederländische Unternehmen knapp 6,7 Millionen Fluggäste und damit 1,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Allerdings war die Osterreisezeit 2013 in den März gefallen. Die Auslastung der Maschinen verbesserte sich nun um 1,9 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent.
Weiter im Fokus wegen Übernahmeinteressen standen Alstom-Papiere, die plus 2,64 Prozent. verzeichneten. Siemens-Chef Joe Kaeser will sich im Poker um den französischen Konzern weiter nicht in die Karten schauen lassen. "Vorläufig sind viele Fragen offen", sagte der Konzernchef dem "Spiegel". Siemens werde die Chancen eines Gebots für die auch vom amerikanischen Technologieriesen General Electric umworbene Alstom gegen die Risiken abwägen. Siemens-Papiere standen am Vormittag bei plus 0,63 Prozent.