Europas Leitbörsen uneinheitlich

Warten auf US-Daten

Europas Leitbörsen uneinheitlich

12:35 Uhr: DAX + 0,18 %, FT-SE-100+ 0,31 %, Euro-Stoxx-50 + 0,1 %.

Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag zu Mittag uneinheitlich tendiert. Der DAX in Frankfurt notierte um 12.55 Uhr mit 6.466,59 Punkten und einem Plus von 11,32 Einheiten oder 0,18 Prozent. Der FT-SE-100 der Börse London verringerte sich hingegen um 17,9 Zähler oder 0,31 Prozent auf 5.709,32 Stellen. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 legte 3,08 Einheiten oder 0,11 Prozent auf 2.839,19 Punkte zu.

   Die Anleger zeigten sich vorerst zurückhaltend, hieß es aus Händlerkreisen. Die für den Nachmittag erwarteten US-Konjunkturdaten könnten allerdings im weiteren Handelsverlauf noch für Impulse sorgen. Von besonderer Relevanz dürften die Zahlen zu den Einzelhandelsumsätzen für September sein. Volkswirte erwarten einen Anstieg von 0,4%. Weiters steht die Veröffentlichung von Daten zum Verbrauchervertrauen, zur Inflation und zu den Lagerbeständen an. Laut Umfrageschätzungen rechnen Ökonomen mit positiven Ergebnissen. Zusätzlich warten die Märkte eine Rede des Fed-Chefs Ben Bernanke ab, in der möglicherweise auf die Pläne zur Ankurbelung der US-Wirtschaft hingewiesen wird.

   Weiterhin auf gute Nachfrage stießen Aktien von Medienkonzernen, nachdem Morgan Stanley den europäischen Mediensektor auf "attraktiv" hochgestuft und den britischen Medienkonzern ITV auf "Overweight" angehoben hatte. Die Aktien verteuerten sich in London um 3,10 Prozent auf 64,90 Pence. Zulegen konnten auch die Papiere von Reed Elsevier. Laut Medienberichten soll es für den britisch-niederländischen Verlagskonzern mögliche Kaufabsichten aus dem Private Equity Umfeld geben. Die Anteilsscheine stiegen um 0,45 Prozent auf 554,0 Pence. In Frankfurt profitierten ProSiebenSat1 leicht vom positiven Branchentrend. Die Aktien gewannen 0,08 Prozent auf 18,19 Euro.

   An der Spitze des Euro-Stoxx-50 fand man die Papiere der France Telekom. Nach einer Hochstufung von Morgan Stanley auf "Overweight" stiegen die Aktien um 2,21 Prozent auf 16,63 Euro. Pernod Ricard mussten hingegen nach einer Herabstufung durch Credit Suisse von "Neutral" auf "Underperform" an Wert abgeben und notierten bei 62,46 Euro um 2,13 Prozent tiefer.

   Carrefour-Aktien bauten ihren Verlust vom Vormittag aus. Die Papiere waren nach einer abgesenkten Gewinnprognose mit einem Abschlag von 4,12 Prozent auf 38,48 Euro weiterhin schlechtester Wert im Euro-Stoxx-50. Carrefour hatte am Donnerstag nach Börsenschluss seine Prognose für den operativen Gewinn des laufenden Jahres wegen Abschreibungen in Brasilien von 3,1 auf 3,0 Mrd. Euro gesenkt.