US-Börsen eröffnen im Minus

Facebook neuerlich schwächer

US-Börsen eröffnen im Minus

Arbeitsmarktdaten und Chicago-Einkaufsmanagerindex enttäuschten.

Belastet von schwachen Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Donnerstag im Frühhandel erneut Einbußen hinnehmen müssen. Bis 16.15 Uhr gab der Dow Jones Industrial Index um 69,08 Einheiten oder 0,56 Prozent auf 12.350,78 Zähler nach.

   Der S&P-500 Index ging um 11,37 Punkte oder 0,87 Prozent auf 1.301,95 Zähler zurück. Der Nasdaq Composite Index reduzierte sich deutlicher um 32,07 Punkte (minus 1,13 Prozent) auf 2.805,29 Einheiten.

   Hatte sich zunächst eine Erholungsbewegung nach den kräftigen Verlusten des Vortages angekündigt, trübte sich die Stimmung angesichts eines ganzen Reigens enttäuschender Konjunktursignale kurz vor Handelsstart wieder merklich ein. Daten des Privatdienstleister ADP zufolge stieg die Beschäftigung im US-Privatsektor im Mai um 133.000, wohingegen Volkswirte mit einem Zuwachs um 150.000 Beschäftigte gerechnet hatten.

   Auch die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschten mit einem unerwarteten Anstieg negativ. Im Vergleich zur Vorwoche legte die Zahl um 10.000 auf 383.000 Anträge zu, Volkswirte hatten indes lediglich 370.000 Anträgen vorausgesagt. Dementsprechend würden die Vorzeichen für den am morgigen Freitag zur Veröffentlichung anstehenden Mai-Arbeitsmarktbericht der US-Regierung auf eine Enttäuschung hindeuten, kommentierten Marktteilnehmer.

   Zudem fielen die Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das Startquartal 2012 schwächer aus als in einer ersten Schätzung ermittelt worden war. Das US-BIP stieg von Jänner bis März um annualisierte 1,9 Prozent, womit die vorläufige Zahl um 0,3 Prozentpunkte nach unten korrigiert wurde. Volkswirte hatten aber bereits mit einer entsprechenden Entwicklung gerechnet.

   Auch der kurz nach Börsenstart veröffentlichte Chicago-Einkaufsmanagerindex für Mai trug nicht zur Beruhigung der Märkte bei. Das Barometer trübte sich von 56,2 Punkten im Vormonat auf 52,7 Zähler ein und erreichte damit den tiefsten Wert seit September 2009. Volkswirte hatten im Vorfeld mit einer leichten Aufhellung der Stimmung auf 56,8 Punkte gerechnet.

   Unter den Einzeltiteln stand weiterhin die Aktie des Börsenneulings Facebook unter Beobachtung. Nach zunächst freundlicher Eröffnung rutschte das Papier erneut in die Verlustzone und setzte seinen Abwärtstrend mit einem Minus von 2,48 Prozent auf 27,49 Dollar fort. Damit haben die Anteilsscheine des sozialen Online-Netzwerks seit der Ausgabe bei 38 Dollar knapp 28 Prozent an Wert eingebüßt.

   Im Einzelhandelssektor rückten Target in Reaktion auf solide Umsatzzahlen um 0,74 Prozent auf 58,22 Dollar vor. Talbots konnten ihren Kurs auf 2,49 Dollar fast verdoppeln, nachdem der Modehändler einer Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft Sycamore Partners zugestimmt hatte.

   Unter den Dow-Standardwerten erklommen Wal-Mart mit einem Aufschlag von 0,79 Prozent auf 65,97 Dollar bereits den Spitzenplatz. Dahinter rangierten Merck und Johnson & Johnson mit Zuwächsen um 0,75 Prozent auf 37,68 Dollar bzw. 0,56 Prozent auf 62,56 Dollar. Die größten Verlierer waren Caterpillar (minus 4,30 Prozent auf 86,33 Dollar), Aloca (minus 1,63 Prozent auf 8,44 Dollar) und Bank of America (minus 1,60 Prozent auf 7,08 Dollar).