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US-Börsen eröffnen mit freundlicher Tendenz

BoJ-Entscheidungen unterstützen - Warten auf US-Notenbank.

Die US-Börsen haben sich am Mittwoch kurz nach Handelsbeginn von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Gegen 15.45 Uhr stieg der Dow Jones Industrial Index um 0,42 Prozent auf 18.205,91 Zähler. Der S&P-500 Index legte 0,44 Prozent auf 2.149,11 Zähler zu. Der Nasdaq Composite Index gewann 0,47 Prozent auf 5.266,11 Einheiten.

Die jüngsten geldpolitischen Entscheidungen der japanischen Notenbank sorgen zu Handelsbeginn auch an den US-Börsen für eine freundliche Stimmung. Sie nährten den Optimismus der Anleger, dass auch die US-Notenbank am Abend in ihrem Sinne handelt und noch keinen Zinsschritt ankündigt. Zuletzt eher enttäuschende Konjunkturdaten und die bevorstehende Präsidentschaftswahl in den USA sprechen gegen eine weitere Straffung, hieß es von Marktbeobachtern weiter.

In Tokio hatte die Bank of Japan (BoJ) sowohl den Leitzins als auch das Volumen der Anleihekäufe beibehalten, sich zugleich aber mehr Spielraum für weitere geldpolitische Lockerungen verschafft, die die Wirtschaft in Schwung bringen sollen.

Unter den Einzelwerten rückten die Titel von Microsoft in den Fokus. Die Aktien des Software-Riesen verteuerten sich um gut ein Prozent. Microsoft will seine Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung und milliardenschweren Aktienrückkäufen bei Laune halten. Wie der Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte, soll die Quartalsdividende im Vergleich zur Ausschüttung im Vorquartal um acht Prozent auf 39 US-Cent je Aktie klettern. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet. Zudem kündigte der Konzern ein weiteres Aktienrückkaufprogramm an. Dieses habe ein Volumen von bis zu 40 Mrd. US-Dollar.

Aktien von Fedex gewannen kurz nach Handelsbeginn deutlich um 5,2 Prozent. Der US-Paketdienst hat im ersten Quartal mehr verdient und umgesetzt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der Gewinn sei auf 715 Millionen Dollar von 692 Millionen Dollar gestiegen, hatte das Unternehmen am Dienstagabend nach Börsenschluss mitgeteilt. Der Umsatz erhöhte sich auf 14,7 Milliarden Dollar von 12,3 Milliarden Dollar.

Adobe kletterten 7,3 Prozent nach oben. Der Softwarekonzern hat unter anderem dank der starken Nachfrage nach seinen Clouddiensten einen Rekordumsatz erwirtschaftet. Wie der US-Konzern am Vortag nach Börsenschluss mitgeteilt hatte, stieg der Umsatz im dritten Geschäftsquartal auf 1,46 Milliarden Dollar von 1,22 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Von Reuters befragte Experten hatten mit 1,45 Milliarden Dollar gerechnet. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 270,8 Millionen Dollar von 174,5 Millionen.

General Mills schwächten sich hingegen leicht um 0,55 Prozent ab. Der Lebensmittelhersteller übertraf mit seinem Gewinn im ersten Geschäftsquartal allerdings die Erwartungen der Wall Street.