US-Börsen im Frühhandel wenig bewegt

US-Haushaltsstreit im Fokus

US-Börsen im Frühhandel wenig bewegt

NYSE Euronext schießen nach geplanter Fusion mit ICE um 30% nach oben.

Die US-Börsen haben am Donnerstag im Frühhandel wenig bewegt tendiert. Bis gegen 16.05 Uhr gab der Dow Jones Industrial Index minimale 3,88 Einheiten oder 0,03 Prozent auf 13.248,09 Zähler ab. Der S&P-500 Index gewann indessen moderate 1,16 Punkte oder 0,08 Prozent auf 1.436,97 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 0,31 Punkte oder 0,01 Prozent auf 3.044,67 Einheiten.

Die Hängepartie rund um den US-Haushaltsstreit geht weiter und brachte dementsprechend keine nennenswerte Bewegung an der Wall Street. Bis es im Budgetstreit zu einer Lösung kommt, dürfte die Unsicherheit an den Märkten hoch bleiben, hieß es aus Händlerkreisen. Ein wichtiger Streitpunkt sind die geplanten Steuererhöhungen für reiche Amerikaner. Der jüngste Vorschlag von Präsident Barack Obama, die Grenze bei 400.000 Dollar zu ziehen, wurde vom republikanischen Verhandlungsführer John Boehner als „unausgewogen“ zurückgewiesen.

Auch diverse Datenveröffentlichungen lieferten keine nachhaltigen Impulse. Während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche etwas stärker als erwartet angestiegen waren, hatte sich das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal nach endgültigen Daten überraschend deutlich beschleunigt. Das US-Bruttoinlandsprodukt stieg um 3,1 Prozent im Vergleich zur Vorperiode.

Der knapp nach Börsenstart veröffentlichte Philly-Fed-Index fiel deutlich besser aus als erwartet. Im Dezember kletterte das Barometer auf plus 8,1 Punkte nach minus 10,7 Punkten im Vormonat. Volkswirte hatten im Konsensus mit einem Anstieg auf minus 3,0 Einheiten gerechnet. Darüber hinaus wurden im November mehr bestehende Häuser in den USA verkauft als prognostiziert. Der Index der Frühindikatoren fiel indessen weniger erfreulich aus als erwartet.

In den Blickpunkt gerieten heute vor allem Unternehmenszusammenschlüsse und Kooperationen. Die Rohstoffbörse IntercontinentalExchange (ICE) will den New Yorker Börsenbetreiber NYSE Euronext für rund 8,2 Mrd. US-Dollar schlucken. Geboten werden den Aktionären 33,12 Dollar je Aktie. ICE fielen im Frühhandel um 2,24 Prozent auf 125,435 Dollar, die Titel der NYSE Euronext schossen jedoch um massive 30,89 Prozent auf 31,48 Dollar nach oben.

Indessen haben der US-Konzern General Motors (GM) und der kriselnde französische Autobauer PSA Peugeot Citroen ihre engere Zusammenarbeit unter Dach und Fach gebracht. Beide Seiten unterzeichneten "bindende Verträge" zur gemeinsamen Entwicklung von drei Fahrzeugprojekten. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende 2016 auf den Markt kommen. GM gaben 0,04 Prozent auf 27,17 Dollar ab.

Zudem hat der US-Ölkonzern Chevron (plus 0,49 Prozent auf 110,45 Dollar) mit dem argentinischen Erdölunternehmen YPF ein Abkommen zur Ausbeutung des Ölvorkommens in einem Gebiet im Westen des Landes unterzeichnet. Demnach wurde die Förderung von Ölschiefer in einem Gebiet von 290 Quadratkilometern vereinbart.

Nach Börsenschluss werden Bilanzzahlen von Nike und dem Smartphone-Produzenten Research In Motion (RIM) erwartet. Im Vorfeld dazu notierten Nike um 0,13 Prozent leichter und Research in Motion legten 1,10 Prozent zu.