US-Börsen mit tieferen Kursen erwartet

Dow Jones

US-Börsen mit tieferen Kursen erwartet

Die Apple-Aktie wird nach schwachem Geschäftsausblick klar im Minus gesehen.

Ein erneuter Rückgang der Ölpreise sowie durchwachsene Geschäftszahlen von Unternehmen dürften an der Wall Street am Mittwoch für einen schwächeren Auftakt sorgen. Zudem halten sich die Anleger vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed zurück. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial gut eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn 0,56 Prozent tiefer auf 16.076 Punkte.

Am Dienstag hatten die Kurse noch von einem Erholungsversuch der Ölpreise sowie positiv aufgenommenen US-Konjunkturdaten profitiert. Der Dow Jones liegt im bisherigen Jahresverlauf belastet von Sorgen um die globale Wirtschaft sowie vom andauernden Ölpreisverfall allerdings immer noch mehr als 7 Prozent im Minus.

Neben dem Ölpreis blicken die Anleger auf den Zinsentscheid der US-Notenbank, der am Abend mitteleuropäischer Zeit auf der Agenda steht. Zwar rechne niemand mit einer erneuten Zinserhöhung, sagte Markus Huber, Händler für den Broker City of London Markets. Interessant werde aber sein, wie stark die Unsicherheit über den Zustand der chinesischen Wirtschaft, der Ölpreisrutsch sowie die Kursverluste an den Aktienmärkten zu Jahresbeginn die Entscheidung der Fed beeinflussten.

Börsianer rechnen damit, dass die Fed diese Risiken berücksichtigen wird, sich aber die Tür für eine Zinserhöhung im März offenhalten wird. Ein Zinsschritt an diesem Mittwoch gilt als nahezu ausgeschlossen. Die Fed hatte den Leitzins im Dezember erstmals seit der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise angehoben.

Auf Unternehmensseite sorgte der Technologiekonzern-Konzern Apple mit einem schwachen Geschäftsausblick für Gesprächsstoff. Die Papiere fielen im vorbörslichen US-Handel um mehr als 3 Prozent.

Die Anteilsscheine von Boeing sackten sogar um sechseinhalb Prozent ab. Der Flugzeugbauer enttäuschte ebenfalls mit seinem Geschäftsausblick. Zudem belasteten Sonderkosten den Gewinn des Konzerns zum Jahresende stark.

Für die Aktien des Telekomkonzerns AT&T ging es um zweieinhalb Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen im Schlussquartal weniger Kunden gewonnen hatte als erwartet.

Der US-Mischkonzern United Technologies (UTC) übertraf im Schlussquartal die Markterwartungen zwar beim Gewinn, hinkte ihnen beim Umsatz aber hinter. Die Papiere fielen um knapp 1 Prozent.