US-Börsen schließen leichter

Dow Jones gesunken

US-Börsen schließen leichter

 Keine konkreten Fortschritte im US-Haushaltsstreit.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch mit schwächeren Kursen geschlossen. Nach den jüngsten Kursgewinnen verwiesen Marktteilnehmer an der Wall Street auf eine abwartende Haltung der Akteure, bis es Anzeichen für eine baldige Lösung der US-Haushaltsfrage gebe.

Der Dow Jones Industrial Index sank 98,99 Punkte oder 0,74 Prozent auf 13.251,97 Einheiten. Der S&P-500 Index fiel 10,98 Punkte oder 0,76 Prozent auf 1.435,81 Zähler. Der Nasdaq Composite Index zeigte sich mit einem Minus von 10,17 Einheiten oder 0,33 Prozent auf 3.044,36 Zähler.

Nach Signalen vom Vortag, dass die langwierigen Verhandlungen zwischen Demokraten und Republikanern letztendlich doch noch in einen Kompromiss münden könnten, gab es zuletzt keine großen Neuigkeiten zu den Washingtoner Gesprächen. US-Präsident Barack Obama ist unterdessen weiterhin zuversichtlich, dass im Haushaltsstreit mit den Republikanern um einen Plan zum Defizitabbau ein Kompromiss erzielt und ein wirtschaftliches Desaster abgewendet werden können. Die Vorschläge beider Seiten seien sich "ziemlich nahe", sagte Obama. Er selbst sei bereit, einige "sehr harte Schritte" zu tun, um eine Einigung zu erreichen. Er wolle einen Kompromiss noch vor Weihnachten.

Die jüngsten Daten vom US-Häusermarkt waren gemischt ausgefallen und boten dem Markt somit keine Orientierungshilfe. Die Baugenehmigungen hatten die Erwartungen im November übertroffen, die Baubeginne waren hingegen eher enttäuschend ausgefallen.

Bei den Einzelwerten gab es einige Nachzügler der Berichtssaison: Papiere des Software-Konzerns Oracle rückten nach den am Dienstag nach Börsenschluss vorgelegten Quartalszahlen um 3,68 Prozent vor und schlossen bei 34,09 Dollar. Der Software-Konzern hat im vergangenen Vierteljahr einen Gewinnsprung geschafft und lag mit seinen Resultaten größtenteils über den Erwartungen der Analysten. Das Geschäft mit neuen Software-Lizenzen und Cloud-Abonnements - eine zentrale Kennziffer für die künftige Entwicklung - stieg um 17 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar.

Zudem gab es Resultate vom Logistik-Konzern Fedex, dessen Aktien nach der Zahlenvorlage um 0,91 Prozent auf 93,20 Dollar zulegten. Händler werteten es positiv, dass das Unternehmen trotz der zunehmenden konjunkturellen Unsicherheiten an seinem bisherigen Ausblick für das Gesamtjahr festhält. Der Rückgang des Gewinns im zweiten Geschäftsquartal war aber etwas stärker ausgefallen als am Markt erwartet.

Besonders kräftige Kursgewinne von 6,63 Prozent auf 27,18 Dollar gab es bei den Aktien von General Motors zu sehen, nachdem der Autobauer ankündigte, im Rahmen des von der US-Regierung geplanten Ausstiegs Papiere zurückkaufen zu wollen. Der Staat will seinen Anteil an dem in der Wirtschaftskrise geretteten Autokonzern binnen 15 Monaten verkaufen. Rund 200 Millionen der insgesamt 500 Millionen Aktien will dabei der Konzern selbst für rund 5,5 Milliarden US-Dollar abnehmen. Die übrigen Papiere sollten am freien Markt verkauft werden.

Alcoa zählten unterdessen mit einem Abschlag von 3,03 Prozent auf 8,64 Dollar zu den schwächsten Werten innerhalb des Dow Jones, nachdem die Rating-Agentur Moody's am Vorabend die Bonität des Aluminiumkonzerns wegen einer möglichen Abstufung unter Beobachtung genommen hat. General Electric sanken um 3,14 Prozent und rutschten damit ans untere Ende des Index.