5. Verlusttag

US-Börsen starten schwächer

Der Dow Jones Industrial Index verlor 89,68 Einheiten oder 0,51 Prozent.

Die US-Börsen haben am Donnerstag kurz nach Handelsbeginn - ausgelöst von einem Verkaufsdruck bei den Bankenaktien nach verhaltenen Quartalszahlen- etwas tiefer tendiert. Gegen 16.00 Uhr gab der Dow Jones Industrial Index um 89,68 Einheiten oder 0,51 Prozent auf 17.337,41 Zähler ab.

Der S&P-500 Index verlor 11,65 Punkte oder 0,58 Prozent auf 1.999,62 Zähler und steht damit vor seinem 5. Verlusttag in Folge. Der Nasdaq Composite Index sank um 39,27 Punkte oder 0,85 Prozent auf 4.600,05 Einheiten.

Die Unternehmensnachrichten in den USA fielen überwiegend negativ aus und drückten damit auf die Stimmung an der Wall Street. Die Aktien der Bank of America verbilligten sich um 3,05 Prozent. Altlasten aus der Zeit der Finanzkrise verdarben der Bank die Jahresbilanz: Wegen deutlich gestiegener Kosten für Rechtsstreitigkeiten brach der Überschuss um fast 60 Prozent auf 4,8 Milliarden US-Dollar ein.

Bei Konkurrent Citigroup, der mit ähnlichen Problemen kämpft, sorgten schwache Zahlen für ein ebenfalls sattes Minus von 3,18 Prozent. Der Überschuss brach im vierten Quartal um 87 Prozent auf 346 Mio. Dollar ein, wie die drittgrößte US-Bank mitteilte. Das Institut verbuchte Sonderlasten von 3,5 Mrd. Dollar.


Zur Wochenmitte hatte bereits Branchenprimus JPMorgan mit seinen Geschäftsergebnissen enttäuscht. JPMorgan-Papiere verbilligten sich um weitere 2,09 Prozent. Auch der auf Hypotheken spezialisierte Wettbewerber Wells Fargo hatte die Anleger trotz solider Resultate nicht überzeugen können. Die Well Fargo-Anteilsscheine reagierten mit minus 0,08 Prozent wenig verändert.

Bei den Blackberry-Titeln drückte die Dämpfung von Übernahmespekulationen satte 15,60 Prozent auf den Kurs. Der angeschlagene Smartphone-Pionier dementierte Gespräche mit Samsung über ein mögliches Kaufangebot. Auch der südkoreanische Branchenprimus widersprach entsprechenden Berichten, welche Blackberry am Vortag noch einen Kurssprung von fast 30 Prozent beschert hatten.

Die Aktien von Best Buy büßten nach einem pessimistischen Ausblick um beachtliche 16,5 Prozent an Wert ein. Einem Medienbericht zufolge erwartet die Elektronikhandelskette nicht, dass sich die jüngst positive Umsatzentwicklung im angelaufenen Jahr fortsetzen wird.

Dagegen sorgte der Einzelhändler Target für einen der wenigen Lichtblicke: Ein angehobenes Gewinnziel für das Schlussquartal 2014 und der Beschluss, sich aus dem kanadischen Markt zurückzuziehen, ließen die Anteilsscheine um 2,30 Prozent steigen.

Die Führung des Softwarespezialisten Adobe Systems gab dem Rückkauf eigener Aktien für bis zu 2 Milliarden US-Dollar ihren Segen. Die Papiere legten um 0,74 Prozent zu.

Im Blickfeld standen auch gemischt ausgefallene US-Konjunkturdaten. Die Stimmung in der Industrie des US-Bundesstaats New York hat sich im Jänner überraschend deutlich aufgehellt. Hingegen ist die Zahl der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche unerwartet deutlich gestiegen. Weiters sind die Preise der US-Produzenten Ende 2014 so stark gefallen wie seit mehr als drei Jahren nicht mehr. Sie fielen im Dezember vor allem wegen des gesunkenen Ölpreises um 0,3 Prozent zum Vormonat.