Santander baut seine Präsenz in den USA mit einer Milliardenübernahme aus.
Die spanische Großbank kündigte am Dienstag den Kauf der US-Regionalbank Webster Financial für 12,2 Milliarden Dollar (10,30 Mrd. Euro) an. Durch die Transaktion steige Santander gemessen an der Bilanzsumme in den Kreis der zehn größten Geschäftsbanken in den USA auf. Verwaltungsratschefin Ana Botin bezeichnete den Zukauf als strategisch bedeutend für das US-Geschäft.
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Der Zukauf werde die Marktstellung ausbauen, die Profitabilität der Bank stärken und die Finanzierungskosten senken. Der Abschluss der Übernahme, bei der Webster-Aktionäre eine Kombination aus Aktien und einer Barzahlung erhalten sollen, wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.
Santander ist seit dem Erwerb der Sovereign Bank im Jahr 2005 auf dem US-Markt aktiv und gehört dort bereits zu den größten Autofinanzierern. Zudem legten die Spanier am Dienstag Geschäftszahlen vor: Der Nettogewinn kletterte im Jahr 2025 um zwölf Prozent auf 14,1 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen der Experten. Botin betonte, die Übernahme stehe den Plänen zur Vergütung der Anteilseigner nicht im Wege. So genehmigte die Bank zudem einen Aktienrückkauf im Volumen von fünf Milliarden Euro.