Wall-Street im Visier der Politik

US-Börsen uneinheitlich und wenig verändert zum Wochenstart

Die New Yorker Aktienbörse hat am Montag mit nur wenig veränderten Kursen geschlossen. Der Dow Jones stieg leicht um 0,16 % auf 10.642,15 Einheiten.

Die New Yorker Aktienbörse hat am Montag mit nur wenig veränderten Kursen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index stieg leicht um 17,46 Punkte oder 0,16 % auf 10.642,15 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann unwesentlich um 0,52 Punkte (plus 0,05 %) auf 1.150,51 Zähler. Der Nasdaq Composite Index verringerte sich hingegen um 5,45 Einheiten oder 0,23 % auf 2.362,21 Zähler.

Eine späte Aufwärtsbewegung hat dem Dow Jones noch leicht ins Plus verholfen. Zuvor hatten Sorgen über eine mögliche Straffung der chinesischen Geldpolitik und die damit verbundene Bremswirkung auf eine weltweite Konjunkturerholung den US-Leitindex belastet.

Aktien von Phillips Van Heusen sprangen nach einer Übernahme um 9,76 % auf 52,40 US-Dollar hoch. Der US-Modekonzern, zu dem Calvin Klein gehört, lässt sich den Kauf von Tommy Hilfiger 2,2 Milliarden Euro kosten. "Die Kombination wird eines der größten und profitabelsten Bekleidungsunternehmen der Welt schaffen", teilte Phillips Van Heusen mit. Zusammen liege der Umsatz bei 4,6 Milliarden Dollar. Verkäufer ist der britische Finanzinvestor Apax Partners.

Die Papiere von Amylin Pharmaceuticals konnten um 15,99 % auf 23,50 Dollar zulegen. Laut Aussage des Pharmaunternehmens haben die US-Gesundheitsbehörden zwar die sofortige Zulassung einer Anwendung für das Diabetesmittel "Byetta" verweigert, aber keine neuen, langwierigen klinischen Studien verlangt.

Die Anhebung der Jahresdividende und der geplante Aktienrückkauf ließen PepsiCo-Titel um 1,61 % auf 66,15 Dollar steigen. Die Gewinnausschüttung an die Aktionäre solle sich um sieben Prozent auf 1,92 Dollar je Aktie erhöhen. PepsiCo will zudem bis 2013 eigene Aktien im Wert von bis zu 15 Milliarden Dollar zurückkaufen. Papiere des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart gewannen an der Dow-Spitze 2,82 % auf 55,42 Dollar, nachdem die Citigroup sie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft hatte.

Für die Aktien von Google ging es indes um 2,80 % auf 563,18 Dollar bergab. Der Internet-Konzern hat sich im Zensur-Streit mit Peking laut einem Zeitungsbericht zum Rückzug aus China entschieden. Es sei zu "99,9 Prozent" sicher, dass Google die Schließung seiner chinesischen Suchmaschine vorantreiben werde, berichtete die "Financial Times" am Samstag unter Berufung auf informierte Personen.

Apple-Titel verloren 1,22 % auf 223,84 Dollar. Eine erfolgreiche Krankheitsvertretung für Apple-Chef Steve Jobs wird königlich entlohnt. Der für das operative Geschäft zuständige Manager Tim Cook, der im ersten Halbjahr 2009 für den Konzerngründer einsprang, bekommt einen Bonus von 5 Millionen Dollar und Optionen auf 75.000 Apple-Aktien im heutigen Wert von gut 17 Millionen Dollar.

Aktien von Boston Scientific stürzten um 12,60 % auf 6,80 Dollar ab. Der Medizintechnikkonzern stoppte den Verkauf von Defibrillatoren, nachdem er es in einer Pflichtmitteilung an die US-Gesundheitsbehörde FDA versäumt hatte, über einige Änderungen bei der Herstellung der Geräte zu informieren. Das Unternehmen betonte, freiwillig den Verkauf gestoppt zu haben. Es gebe auch keine Hinweise für gesundheitliche Risiken. Laut Analysten macht das Geschäft mit den Defibrillatoren 15 % des Umsatzes von Boston Scientific aus, weshalb der Lieferstopp ein schwerer Schlag für das Unternehmen sei.