US-Börsen zur Eröffnung fester

Dow Jones

US-Börsen zur Eröffnung fester

Goldman Sachs und UnitedHealth nach Zahlen im Dow-Spitzenfeld.

Die US-Börsen haben am Dienstag im Eröffnungshandel fester tendiert. Im Mittelpunkt standen an der Wall Street neue Inflationsdaten, aber auch die laufende Berichtssaison. Quartalszahlen wurden unter anderem von Netflix und Goldman Sachs vorgelegt.

   Der Dow Jones stieg gegen 15.50 Uhr um 102,87 Einheiten oder 0,57 Prozent auf 18.189,27 Zähler. Der S&P-500 Index gewann 14,81 Punkte oder 0,70 Prozent auf 2.141,31 Zähler. Der Nasdaq Composite Index legte 50,13 Punkte oder 0,96 Prozent auf 5.249,95 Einheiten zu.

   Die Verbraucherpreise in den USA sind im September so stark angezogen wie seit Oktober 2014 nicht mehr. Sie stiegen zum Vorjahr um 1,5 Prozent und damit so stark wie Analysten prognostiziert hatten. Die um schwankungsanfällige Güter wie Energie und Lebensmittel bereinigte Kernrate sank allerdings von 2,3 Prozent im August auf 2,2 Prozent. Die Notenbank Fed strebt eine Teuerung von zwei Prozent an.

   Auf Unternehmensseite meldete Goldman Sachs für das abgelaufene Quartal einen Gewinnanstieg von 47 Prozent auf knapp 2,1 Mrd. Dollar. Die gesamten Einnahmen der Bank legten um 19 Prozent auf 8,2 Mrd. Dollar zu. Damit übertraf Goldman Sachs die Erwartungen von Analysten deutlich, ausschlaggebend war vor allem der wieder florierende Anleihenhandel. Im Eröffnungshandel stieg die Goldman-Aktie im Spitzenfeld des Dow Jones um 2,44 Prozent.

   Noch deutlicher aufwärts ging es für die Anteilsscheine von UnitedHealth, die an der Indexspitze um 5,71 Prozent zulegten. Der größte US-Krankenversicherer hat seine Prognose erneut angehoben. Für mehr Zuversicht sorgten vor allem die Zuwächse im Beratungs- und Technologiegeschäft. 2016 soll der um Sondereffekte bereinigte Gewinn je Aktie daher auf rund 8 Dollar steigen.

Für Begeisterung bei den Anlegern sorgten außerdem die Quartalsergebnisse von Netflix. Die Papiere des Streamingdiensts sprangen an der Technologiebörse NASDAQ um 19 Prozent nach oben, nachdem er im vergangenen Quartal 3,57 Millionen neue Abo-Nutzer gewinnen konnte. Dies waren um über eine Million mehr als erwartet. Den Ausschlag hätten populäre Eigenproduktionen wie die Mystery-Serie "Stranger Things" gegeben, sagte Netflix-Chef Reed Hastings.

Verhalten reagierten die Anleger hingegen auf die Quartalsergebnisse von Johnson & Johnson. Der Pharmakonzern hat dank eines starken Geschäfts mit verschreibungspflichtigen Medikamenten Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Nettogewinn stieg zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 4,27 Mrd. Dollar. Im Eröffnungshandel gehörten die Papiere des Unternehmens mit einem Minus von 1,00 Prozent dennoch zu den schwächsten Werten im Dow Jones.