US-Börsen zur Eröffnung leicht schwächer

Dow Jones

US-Börsen zur Eröffnung leicht schwächer

Schwache iPhone-Umsätze wirbeln Sorgen um Berichtsaison auf.

Die US-Börsen sind am Tag des Zinsentscheids der US-Notenbank Fed etwas schwächer in den Handel gestarten. Gegen 15.45 Uhr verlor der Dow Jones Industrial Index 22,39 Einheiten oder 0,12 Prozent auf 17.967,93 Zähler. Der S&P-500 Index fiel um 1,67 Punkte oder 0,08 Prozent auf 2.090,03 Zähler. Der Nasdaq Composite Index gab 31,42 Punkte oder 0,64 Prozent auf 4.856,89 Einheiten ab.

Die größte Aufmerksamkeit gilt heute der Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank. Experten rechnen nicht mit einer Fortsetzung der Zinswende in den USA - die Anleger warten vor allem auf Hinweise für eine mögliche Zinserhöhung im Juni. Als Belastung sah ein Aktienstratege die enttäuschenden Quartalszahlen des iPhone-Herstellers Apple: Diese schürten Sorgen über die laufende Berichtssaison der amerikanischen Unternehmen.

Deutlichere Abschläge zeichnen zur Wochenmitte an der Technologiebörse Nasdaq ab. Denn nicht nur Schwergewicht Apple, sondern auch der Kurznachrichtendienst Twitter sorgte mit seinen Geschäftsergebnissen für eine herbe Enttäuschung.

Im abgelaufenen Quartal musste Apple erstmals im Jahresvergleich sinkende iPhone-Verkäufe verkraften und erlitt den ersten Umsatzrückgang seit 2003. Noch deutlicher ging es beim Gewinn bergab. Analysten hatten zwar mit einer rückläufigen Entwicklung gerechnet, das Ausmaß aber unterschätzt. Eine Reihe von Analystenhäusern senkte ihr Kursziel, darunter Macquarie, RCB Capital sowie Goldman Sachs. Die Aktien büßten daher 7,12 Prozent ein.

Die Twitter-Titel brachen sogar um 15,45 Prozent ein. Das Unternehmen konnte zwar den Nutzerschwund im vergangenen Quartal vorerst stoppen. Das überzeugte die Anleger aber ebenso wenig wie der um über ein Drittel gestiegene Umsatz, der geschrumpfte Verlust und die Ziele für das laufende Quartal.

Unterdessen trübten Absatzprobleme beim Jumbojet den Jahresauftakt für den Flugzeughersteller Boeing. Entsprechend ging der Gewinn stärker als erwartet zurück. Die Bestätigung der verhaltenen Jahresziele, mit denen der Airbus-Konkurrent die Anleger im Jänner geschockt hatte, gab ebenfalls keine positiven Impulse. Die Aktien notierten 1,04 Prozent im Plus.

Auf wenig Freude stießen auch die Resultate von AT&T. Obwohl der Telekomkonzern stärker als erwartet zugelegt hatte, gaben die Anteilsscheine um 0,66 Prozent nach. Die Online-Handelsplattform eBay überraschte hingegen zum Jahresauftakt positiv, was in diesem Fall aber für Kursgewinne von mehr als 5 Prozent sorgte. Der Umsatz stieg stärker als erwartet.

Der US-Mischkonzern United Technologies erfreute seine Aktionäre trotz eines Gewinnrückgangs und stagnierender Umsätze, da Analysten mit einem schwächeren Zahlenwerk gerechnet hatten. Die Aktien stiegen um über 1 Prozent. Auch der Lebensmittelhersteller Mondelez konnte mit seinem um Sondereffekte bereinigten Gewinn die Erwartungen übertreffen, was die Titel mit einem Plus von 4,22 Prozent honorierten.