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Wien startet schwach: ATX geht 0,6 Prozent tiefer

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In einem europaweit schwachen Börsenumfeld hat auch der Wiener Börsenplatz seine viertägige Gewinnserie beendet und zum Wochenschluss mit tieferen Notierungen tendiert. Nach einem deutlichen Absacken zur Eröffnung konnte sich der ATX jedoch im frühen Geschäft ein wenig erholen.

Börsianer verwiesen zur Begründung der eingetrübten Börsenstimmung auf das erste Andrehen der Zinsschraube in den USA seit Ausbruch der Finanzkrise. Die US-Notenbank Fed hat am Donnerstag überraschend den Diskontsatz von 0,5 auf 0,75 % angehoben. Die Notenbank wolle Banken mit diesem Schritt ermutigen, sich nicht mehr von der Zentralbank sondern bei privaten Quellen Geld zu leihen, hieß es.

Die heimischen Bankenwerte tendierten in der Verlustzone, und zwar deutlich tiefer als der Durchschnitt der europäischen Branchenkollegen. Erste Group verloren 1,47 % auf 28,18 Euro und Raiffeisen International gaben 1,09 % auf 38,97 Euro ab.

Von Analystenseite wurde ein Kommentar zur OMV bekannt. Die Experten der Erste Group haben zwar das Anlagevotum "Buy" und das Kursziel von 39 Euro bestätigt, die Gewinnschätzung für 2009 jedoch von 2,99 auf 1,88 Euro je Aktie gesenkt. Die Dividendenschätzung wurde hingegen von 0,60 auf 0,75 Euro je OMV-Titel erhöht. Die Anteilsscheine des Öl- und Gaskonzerns ermäßigten sich um 0,24 % auf 28,98 Euro.

Wertpapiere von A-Tec notierten im frühen Geschäft um 0,74 % schwächer bei 9,36 Euro. Der Mischkonzern des Industriellen Mirko Kovats will den Anfang des Jahres insolvent gewordenen Maschinenbauer Holz-Her in Voitsberg übernehmen, wurde bekannt.

Wienerberger wurden laut Marktteilnehmern von schwachen Zahlen beim französischen Branchenkollegen Lafarge belastet und gaben 0,92 % auf 12,95 Euro ab. Der weltgrößte Zement-Hersteller ist im 4. Quartal 2008 überraschend in die roten Zahlen gerutscht.

Der ATX Prime notierte bei 1.185,62 Zählern und damit um 0,66 % oder 7,89 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 10 Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und drei unverändert. In 9 Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 666.947 (Vortag: 769.233) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 22,128 (23,39) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

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