ATX legt um 0.38 Prozent zu

Wiener Börse

ATX legt um 0.38 Prozent zu

Fed-Entscheidung im Fokus - Bankwerte mit Zugewinnen.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag mit etwas höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 9,4 Punkte oder 0,38 Prozent auf 2.515,61 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 24 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.540 Punkten.

In einem freundlichen europäischen Börsenumfeld konnte das heimische Börsenbarometer nach einem kurzen Test ins Minus am Sitzungsende noch leichte Zugewinne vorweisen. Für Auftrieb an den internationalen Finanzmärkten sorgte vor allem die Entscheidung der US-Notenbank, ihre geldpolitische Wende aufzuschieben.

Die Fed hält wegen der instabilen Wirtschaftslage unverändert an ihrer Politik des billigen Geldes fest. Zur Überraschung vieler Experten hatte die US-Notenbank am Mittwochabend mitgeteilt, ihre milliardenschweren Anleihekäufe ohne Einschränkung fortzusetzen.

Am Nachmittag rückten zudem aktuelle US-Wirtschaftsnachrichten in den Fokus. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und auch die Zahlen zur Leistungsbilanz beeinflussten den Markt jedoch kaum. Am späteren Nachmittag wurde bekannt, dass sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im September deutlich kräftiger aufgehellt hat als erwartet.

Zu den größeren Gewinnern in Wien zählten Andritz mit plus 2,29 Prozent auf 43,58 Euro. AMAG zeigten sich mit einem Kursanstieg um 2,04 Prozent auf 21,31 Euro. Die Analysten der Baader Bank haben das AMAG-Kursziel von 24,5 auf 23,0 Euro gesenkt und die „hold“-Einstufung bestätigt, wurde bekannt.

Auch die heimischen Bankwerte konnten in einem freundlichen europäischen Branchenumfeld an Terrain gewinnen. So zogen Raiffeisen um 1,38 Prozent auf 24,89 Euro nach oben. Erste Group verbesserten sich um 0,88 Prozent auf 24,16 Euro. Die Erste Group hat ihre Einstufung für die Raiffeisen-Titel von „buy“ auf „accumulate“ zurückgenommen und sehen den Zielpreis bei 28 Euro.

voestalpine gaben hingegen 0,76 Prozent auf 35,20 Euro nach. Die Analysten der UBS haben ihr Anlagevotum von „buy“ auf „sell“ revidiert und behalten das Kursziel von 32,00 Euro bei. OMV schwächten sich unter den weiteren Indexschwergewichten leicht um 0,25 Prozent auf 35,71 Euro ab. Immofinanz schlossen hingegen 1,60 Prozent fester bei 3,17 Euro.

Schwächer zeigten sich europaweit auch die Versicherer. Unter den heimischen Branchenvertretern büßten UNIQA 2,36 Prozent auf 9,10 Euro ein und Vienna Insurance Group mussten ein kleines Minus von 0,36 Prozent auf 38,62 Euro verbuchen.