Wiener Börse

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ATX zu Mittag leichter

Wiener Börse präsentiert sich zu Mittag mit unterdurchschnittlichem Volumen.

 Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.514,55 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 13,21 Punkten bzw. 0,52 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,84 Prozent, FTSE/London -0,51 Prozent und CAC-40/Paris -1,06 Prozent.

   In einem schwächeren europäischen Marktumfeld präsentierte sich die Wiener Börse ebenfalls leichter. In den Fokus der Anleger rückte einmal mehr die Berichtssaison. Außerdem sorgten Analystenkommentare für Bewegung am heimischen Markt.

   Nach Vorlage von Halbjahreszahlen mussten A-Tec massive Kursverluste hinnehmen. Sie verloren um satte 9,19 Prozent auf 7,65 Euro. Der Mischkonzern hatte einen Rückgang im Periodenergebnis von 76,3 Prozent auf 5,8 Mio. Euro vermeldet, das Betriebsergebnis (EBIT) ist um 54 Prozent auf 32,1 Mio. Euro gesunken. Analysten hatten mit einem EBIT-Minus von lediglich 9,2 Prozent gerechnet.

   Nach Zahlen zu glänzen wussten hingegen Semperit. Die Aktien kletterten um 2,91 Prozent auf 29,37 Euro. Der Hersteller von Kunststoff- und Kautschuk-Produkten hat mit den vorgelegten Halbjahresergebnissen die Markterwartungen deutlich übertroffen. Mit einem Umsatzplus von 11,6 Prozent übertraf das Unternehmen die Analystenerwartungen. Diese hatten einen Umsatzanstieg von lediglich 6,3 Prozent prognostiziert.

   Unter den Indexschwergewichten mussten Bankwerte Kursverluste verzeichnen. Erste Group fielen um 0,89 Prozent auf 29,94 Euro, Raiffeisen International sanken um 1,04 Prozent auf 34,84 Euro. Die Titel der OMV notierten ebenfalls mit einem Kursminus von 0,97 Prozent bei 26,58 Euro. Bekräftigen konnten sich die Papiere von Telekom Austria (plus 0,10 Prozent auf 9,74 Euro).

   Aufgrund einer Kurszieländerung rückten Aktien von Wienerberger in den Fokus. Im Rahmen einer Sektorstudie zur europäischen Baubranche hat Goldman Sachs das Kursziel von 16,5 auf 11,9 Euro revidiert. Wienerberger notierten 2,60 Prozent schwächer bei 10,50 Euro. Eine weitere Kurszieländerung von 27,6 auf 23,0 Euro vermeldete Goldman Sachs für Strabag. Die Aktien des Bauunternehmens notierten bei 17,76 Euro 0,22 Prozent schwächer.

   Nach deutlichen Vortagesgewinnen notierten Andritz mit einem Zuschlag von 0,02 Prozent auf 50,36 Euro kaum verändert. Die Erste Group hat die Einstufung "accumulate" beibehalten und das Kursziel von 49,4 auf 56,4 Euro nach oben gesetzt.

   Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 2.527,96 Punkten, das Tagestief lag um 9.35 Uhr bei 2.511,59 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,56 Prozent tiefer bei 1.200,77 Punkten. Im prime market zeigten sich 13 Titel mit höheren Kursen, 24 mit tieferen und fünf unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

   Bis dato wurden im prime market 2.315.571 (Vortag: 2.093.379) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 54,59 (54,53) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 118.100 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 7,09 Mio. Euro entspricht.